Hunde

Veganes Hundefutter ist gesund und ein Zeichen gegen die Massentierhaltung. Was ihr über veganes Hundefutter wissen müsst, erfahrt ihr hier.

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Veganes Hundefutter

Den eigenen Hund vegan ernähren, davon träumen viele Hundehalter, die sich selbst aktiv für den Tierschutz, die Umwelt und eine vegane Ernährungsweise einsetzen. Zum einen, weil die vegane Ernährung sehr gesund sein kann, zum anderen aber auch, weil Fleisch zum Großteil aus der Massentierhaltung stammt und so immer auch mit Tierqual verbunden ist.

Falls ihr euch für ein veganes Hundefutter interessiert oder die vegane Ernährung eures Vierbeiners gleich vollständig selbst kochen und mischen möchtet, seid ihr bei uns genau richtig. Wir liefern euch Empfehlungen für ein veganes Hundefutter, Tipps und Tricks für die vegane Ernährung eures Hundes, sowie Informationen zu den notwendigen Vitaminen, Nahrungsergänzungsmitteln und Nährstoffen.

Inzwischen ist veganes Hundefutter übrigens keine Seltenheit mehr und längst leben viele Hunde schon etliche Jahre mit einer veganen Ernährung. Warum das problemlos möglich ist und sich auch immer mehr Tierärzte dafür aussprechen, klären wir hier ebenfalls. Einfach weiterlesen und informieren.

Zu den Empfehlungen

Der Hund ist KEIN Fleischfresser

Veganes Hundefutter sorgt bei den meisten Menschen erst einmal für Empörung. »Der Hund ist doch ein Fleischfresser«, lautet ihr Argument, doch genau das stimmt so eben nicht. In Wahrheit ist der Haushund KEIN Fleischfresser (Carnivore), sondern ein Allesfresser (Ominivore).

Mal davon abgesehen, dass ein Hund in der Natur grundsätzlich auch Kräuter suchen und essen würde, um seinen Nährstoffbedarf zu decken, hat sich der Haushund über die Generationen hinweg weiterentwickelt. So ist er durchaus in der Lage, pflanzliche Inhaltsstoffe zu verarbeiten und umzusetzen und ist damit auch nicht mehr auf Nahrungsquellen tierischen Ursprungs angewiesen.

Kritiker bringen oft das Argument, dass die vegane Ernährung nicht artgerecht sein kann. Doch was ist heutzutage schon noch artgerecht? Seinen Hund mit Mantel und Leine auszuführen, um ihm danach eine Dose Pferdefleisch, verfeinert mit Fenchel und Pflaumen zu öffnen? Wohl kaum! Artgerecht ist, wenn der Nährstoffbedarf eures Hundes bestmöglich abgedeckt wird und somit seine Gesundheit sichergestellt werden kann.

Studien dazu, dass veganes Hundefutter die Lebensdauer eines Hundes eher erhöht als verringert, gibt es inzwischen ebenfalls. Und auch für Menschen ist eine ausgewogene vegane Ernährung mehr als Gesund, was auch kein Geheimnis mehr ist. Also erst denken, dann meckern.

Veganes und Vegetarisches Hundefutter

Vegetarisches Hundefutter ist nicht mehr neu, mittlerweile gibt es sogar schon veganes Hundefutter. Das enthält keinerlei tierische Inhaltsstoffe mehr, was dazu führt, dass es gänzlich ohne Tierqual und Tierleid auskommt. Denn überall wo die Industrie sich etwas vom Tier nimmt, geschieht dies selten auf natürliche und ethisch korrekte Art und Weise, sondern meist innerhalb der Massentierhaltung.

Wie es anders geht, zeigen die Hersteller von vegetarischem und veganen Hundefutter. Beides gibt es inzwischen als Trocken- und Nassfuter, sodass genug Abwechslung und Alternativen für euren Hund bereitstehen. Doch auch veganes Hundefutter ist nicht immer so hochwertig wie es scheint, weshalb wir euch unsere Favoriten herausgesucht haben, die wir weiterempfehlen können.

Veganes Trockenfutter

Das Hundefutter von Ami Dog ist ein veganes Hundefutter, welches als Alleinfuttermittel deklariert ist. Mit Wasser vermengt, kann es außerdem wie ein Nassfutter gefüttert werden. Die besonders hohe Verträglichkeit, sowie der Verzicht auf Soja, zeichnen dieses vegane Hundefutter besonders aus. Mit etwas Öl oder frischem Gemüse verfeinert, wird euer Hund es daher ganz bestimmt lieben.

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Veganes Nassfutter

Als veganes Nassfutter, eignet sich die leckere Linsenmahlzeit von Terra Pura bestens. Das vegane Alleinfuttermittel ist frei von Gluten und besitzt eine ordentliche Zusammensetzung. Außerdem wird es von den meisten Hunden äußerst schnell akzeptiert und gerne gefressen. Ideal als Abwechslung zum Trockenfutter oder auch, um es mit selbigen zu vermengen.

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Vegetarisches Trockenfutter

VeggieDog ist, wie der Hersteller selbst sagt, ein zu 100 Prozent vegetarisches Hundefutter, welches zu 99,99 Prozent vegan ist. Ohne Weizen und Soja, dafür aber mit viel Kartoffel und Erbse, wird es von den meisten Hunden mehr als gut angenommen. Als Alleinfuttermittel für Hunde ist außerdem alles im Futter enthalten, was euer Hund für ein gesundes und vitales Leben benötigt.

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Vegetarisches Nassfutter

Auch das vegetarische Nassfutter von VegDog kommt ohne Getreide, Soja und tierische Proteine aus. Die Rezeptur ist zu 100 Prozent bedarfsdeckend, heißt es, enthält also ebenfalls alles, was euer Hund für ein gesundes Leben benötigt. Mit B12, Taurin und Carnithin für Herz und Stoffwechsel, sowie Omega 3-6, ist das vegetarische Hundefutter ideal für den Umstieg.

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Leinsamenöl Öl als Futterzusatz

Leinsamenöl enthält viele Omega-3-Fettsäuren, weshalb es die ideale Ergänzung für veganes Hundefutter ist. Es wirkt sich allgemein sehr positiv auf den Gesundheitszustand eures Hundes aus und sorgt für ein besonders vitales Erscheinungsbild, sowie wunderschön glänzendes Fell. Wer seinem Hund veganes Hundefutter gibt, solltet daher immer auch einen Esslöffel Leinsamenöl bereithalten.

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Nahrungsergänzungsmittel

Falls ihr veganes Hundefutter selbst machen möchtet, jedoch Angst habt, dass nicht alle Vitamine und Nährstoffe enthalten sind, bietet VegDog ein passendes Nahrungsergänzungsmittel an. Das Ergänzungsfuttermittel für Hunde enthält Vitamine und Spurenelemente, die eine ideale Bedarfsdeckung garantieren sollen. Das Nahrungsergänzungsmittel enthält also alle Stoffe, die für vegan ernährte Hunde essentiell sind.

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Hund vegan ernähren

Die vegane Ernährung, egal ob für Hund oder Halter, ist heutzutage weder problematisch, noch ungesund. Natürlich muss bei einer veganen Ernährungsweise aber darauf geachtet werden, dass alle benötigten Nährstoffe in der Nahrung vorhanden sind. Sie sollte also entsprechend ausgewogen sein. Das ist allerdings weder besonders schwer, noch ein ernstzunehmendes Problem, wenn ihr euch erst einmal entsprechend informiert habt.

Auch Studien zeigen immer wieder, dass es mit der eigenen Gesundheit, bei einer rein veganen Ernährung, oft besser bestellt ist. Selbiges gilt auch für Hunde, wobei die Studien hier noch sehr frisch sind. Eine, die zu dem Schluss kommt, dass Hunde durch veganes Hundefutter eine längere Lebenserwartung aufweisen, ist bei der Tierschutzorganisation Peta zu finden. Wer sich noch mehr in das Thema einlesen möchte, kann auch einen Blick auf diese interessante Doktorarbeit werfen, die sich ebenfalls mit der veganen Ernährung von Hunden und Katzen beschäftigt.

Die Meinung, dass zu viel Fleisch ungesund für Hunde ist, stammt übrigens nicht von militanten Vegetariern oder Veganern. Selbst einige Tierärzte und auch Heilpraktiker, versuchen Hundehaltern schon seit längerem zu vermitteln, dass Nahrung die Grundlage für ein gesundes Hundeleben darstellt und zu viel Fleisch durchaus auch schädlich sein kann.

Ansonsten muss es aber auch nicht gleich vegan sein. Selbst Bio Hundefutter, welches Fleisch von einer artgerechten Tierhaltung enthält, kann eine lohnende Alternative zum gewöhnlichen Hundefutter darstellen. Damit wird nämlich zumindest nicht die grausame Massentierhaltung unterstützt.

Vorteile für den Hund

Vorteile für die Welt

Abfall im Hundefutter

Offiziell dürfen sich im Hundefutter lediglich tierische Nebenprodukte befinden, die auch für den Menschen genusstauglich sind. Inoffiziell ist die Fleischindustrie eine besonders undurchsichtige. Wir denken zurück an den Gammelfleischskandal oder die unzähligen Dokus, die schon mehrmals offengelegt haben, wie Abfälle mittels Chemie zu Fleisch werden, zu einer zusammengepappten Paste, aus der Würste und Aufschnitte entstehen.

Von der Tatsache abgesehen, dass die Industrie trickst, klebt, Fleisch mit Wasser aufspritzt und vieles mehr, wissen wir leider auch, wie sehr die Tiere in Deutschland leiden müssen. Immer noch ist die Tierqual ein fester Bestandteil der Massentierhaltung, immer noch kommt es vor, dass Tiere in ihren eigenen Fäkalien vor sich hinvegetieren müssen. Wer solche Szenen schon einmal gesehen hat, zum Beispiel in einer der Recherchen von Tierschutzvereinen, der möchte dies vermutlich in keinster Weise mehr unterstützen.

Fleisch, welches aus der Massentierhaltung stammt, kann außerdem mit Hormonen, Antibiotika und Pestiziden belastet sein. Oft lässt sich nicht einmal ansatzweise nachvollziehen, was wirklich enthalten ist und wenn, basiert dies auf reinem Vertrauen der deklarierten Angaben, die aber ebenfalls nicht stimmen müssen, wie wir spätestens seit dem letzten großen Fleischskandal wissen.

Beim Hundefutter ist es das Gleiche, wenn es um Werbeslogans oder Versprechen geht. Da wird mit Begriffen wie »Lebensmittelqualität« oder »Aus ausgesuchter Haltung« geworben, während wir alle längst genau wissen, was das wirklich heißt. Genau deshalb, entscheiden sich immer mehr Hundehalter für ein veganes Leben und möchten dies auch auf ihren Hund übertragen. Da es inzwischen veganes Hundefutter gibt, ist das problemlos möglich.

Umstellung auf veganes Hundefutter

Wie immer bei einer Futterumstellung, kann auch der Umstieg auf veganes Hundefutter, kurzzeitige Verdauungsstörungen und ähnliche Probleme beim Hund verursachen. Der Umstieg selbst ist jedoch schnell vollzogen, es sind eher die Details, die etwas Einarbeitung erfordern. Doch keine Sorge, im Grunde ist alles ganz einfach.

Bei jungen Hunden kann die Ernährung direkt umgestellt werden, da sie sich meist noch mit allem zufriedengeben. Bei älteren Hunden ist das schon schwieriger, denn die sind Gewohnheitstiere. Für den Anfang empfiehlt es sich daher, das bisherige Futter mit dem veganen Hundefutter zu mischen. Erst nur ein wenig, dann immer mehr, bis am Ende schließlich nur noch veganes Hundefutter im Napf liegt.

Sollte euer Hund Probleme mit der Umstellung haben, kann veganes Hundefutter auch etwas aufgewärmt werden, denn auch das sorgt meist für eine schnellere Akzeptanz. Wichtig ist hier zu verstehen, dass nicht veganes Hundefutter als solches für euren Hund ein Problem darstellt, sondern die Futterumstellung im Allgemeinen. Auch deshalb, weil industrielles Hundefutter häufig Appetitanreger enthält, die euren Hund mehr oder weniger süchtig bzw. abhängig machen.

Wenn es um veganes Hundefutter geht, ist es außerdem notwendig zu verinnerlichen, dass dies meist deutlich weniger Kalorien als die gewöhnliche Hundenahrung enthält. Das wiederum bedeutet, dass ihr eurem Hund anfangs lieber zu viel als zu wenig geben solltet und er auch größere Mengen davon frisst, was jedoch ganz normal ist. Mit der Zeit kann das Futter dann immer weiter reduziert werden. Einfach beobachten, wie viel euer Hund im Alltag benötigt, und so nach und nach die richtige Menge für ihn festlegen. Jeder Hund ist hier anders.

Während der Umstellung auf veganes Hundefutter, kann auch der Kot und dessen Konsistenz stark von den Gewohnheiten eures Hundes abweichen. Das ist allerdings ebenfalls normal und legt sich mit der Zeit wieder, sodass ihr euch in der Regel keine Sorgen machen müsst. Der Magen hat sich eben über die Zeit an seine immer gleiche Nahrung gewöhnt und jetzt, wo er plötzlich etwas vollkommen anderes bekommt, muss er sich erst einmal darauf einstellen.

Typische Fragen vor der Umstellung

Da die ein oder andere Frage, zur Futterumstellung oder der Fütterung selbst, immer wieder auftaucht, wenn es um veganes Hundefutter geht, haben wir die wichtigsten Fragen mal für euch notiert und versuchen sie in diesem Abschnitt zu beantworten.

Dabei geht es in erster Linie, um die richtige Menge Hundefutter, zur richtigen Zeit und auch das Thema Obst und Gemüse wird ein wenig genauer erläutert. Wir hoffen, wir können damit alle auftauchenden Bedenken beiseite wischen.

Wie oft muss ein Hund gefüttert werden?

Der Hundemagen ist ursprünglich darauf ausgelegt, viel auf einmal zu bekommen. Als sogenannte Schlinger, schlingen Hunde ihre Nahrung meist in ganzen Stücken herunter. Bis diese Stücke im Mangen verdaut wurden, vergeht also eine ganze Weile.

Hunde verdauen demnach relativ lange und wie bereits erwähnt, ist der Magen auch durchaus darauf ausgelegt nicht täglich Nachschub zu erhalten. In der Natur würden Hunde immer wieder mal einige Zeit lang hungern, bis sie etwas passendes zu fressen finden. Unsere Haushunde hingegen bekommen täglich ihr Futter, meist sogar auf den Gramm genau abgewogen.

Wer zu oft füttert, riskiert außerdem, dass der Hund sein Futter gezielt auswählt, da er zu den Mahlzeiten keinen besonders großen Appetit verspürt. Wenn er hingegen nur einmal am Tag sein Hundefutter erhält, hat er einen entsprechend großen Hunger und isst alles auf, auch wenn es mal nicht seine Lieblingsspeise gibt.

Gerade bei der Umstellung von Industriefutter (welches meist Lockmittel enthält) auf veganes Hundefutter, sollte der Hund daher richtig Hunger haben, um nicht wählerisch zu sein. Da veganes Hundefutter außerdem weniger Kalorien enthält, kann dieses ruhig zweimal täglich gefüttert werden.

Wie viel veganes Hundefutter sollte ein Hund bekommen?

Wie viel veganes Hundefutter euer Hund bekommt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wie alt ist er zurzeit? Hat er bereits Übergewicht? Wird er sehr viel bewegt und braucht dementsprechend auch eine Menge Energie? Wir sind der Meinung, dass es keine festgelegte Grammzahl gibt. Jeder Hund ist individuell und Hundehalter sollten selbst beobachten, wie viel der eigene Hund benötigt.

Das ist auch deshalb wichtig, weil veganes Hundefutter vollkommen unterschiedlich zusammengesetzt sein kann. Sind viele Kohlenhydrate enthalten? Ist der Wasseranteil besonders hoch? Solche Fragen entscheiden ebenfalls darüber, wie groß die Portion im Hundenapf am Ende ausfällt.

Am sinnvollsten ist es daher, den eigenen Hund im Auge zu behalten. Gerade bei der Umstellung auf ein veganes Hundefutter, ist es völlig okay, wenn am Anfang zu viel Futter im Napf ist. Der Hund soll sich schließlich daran gewöhnen und wenn es ihm schmeckt, darf er gerne auch etwas mehr bekommen.

Über die Zeit hinweg, reguliert ihr das Futter dann entsprechend seiner Figur. Nimmt euer Hund zu und wird dick, reduziert ihr die Menge etwas. Magert er sichtlich ab, erhöht ihr sie. Nach und nach bekommt ihr so, die für euren Hund perfekte Menge an Hundefutter.

Wichtig zu wissen ist am Ende noch, dass veganes Hundefutter grundsätzlich weniger Kalorien enthält, als ein herkömmliches Alleinfuttermittel für Hunde. Es ist demnach völlig normal, dass euer Hund mehr veganes Hundefutter frisst, als von seinem Futter, dass er zuvor bekommen hat.

Zu welcher Zeit sollte ein Hund gefüttert werden?

Darüber gibt es viele Diskussion und eine Menge Meinungen. Wir sind der Ansicht, dass Morgens oder Abends der ideale Zeitpunkt für die Fütterung ist. Wir selbst füttern unsere Hunde in den Morgenstunden.

Nach dem Aufstehen bekommen die Hunde meist eine Stunde Zeit, gemeinsam mit uns, ganz entspannt wach zu werden, sodass der Kreislauf etwas in Fahrt kommt. Dann gibt es Futter und dieses Futter deckt den Tagesbedarf der Hunde vollständig ab.

Bei vielen Hundehaltern hat es sich bewährt, morgens und abends zu füttern. Also einmal, bevor ihr zur Arbeit geht, sowie ein weiteres Mal, wenn ihr am späten Nachmittag zurückkommt.

Nur Gemüse oder auch Obst füttern?

Obst hat grundsätzlich eine Menge Säure und viel Fruchtzucker. Beides ist nicht so gut für den Hund, weshalb Gemüse definitiv die bessere Wahl ist. Hier und da etwas Obst, hat aber noch keinem Hund geschadet, im Gegenteil sogar.

Allgemein sollte darauf geachtet werden, dass das Obst nicht unreif ist und keine Kerne enthält. Das meiste Obst ist unbedenklich, es gibt aber einige Ausnahmen, die nicht verfüttert werden sollten. Einige davon findet ihr in unserer Liste, der für Hunde giftigen Lebensmittel.

Grobe Stückchen oder pürierter Brei?

Auch wenn einige Hunde die Konsistenz von Brei etwas merkwürdig finden und sich erst daran gewöhnen müssen, ist ein Brei meist die bessere Wahl, vor allem wenn ihr veganes Hundefutter selbst machen möchtet.

Der Brei ist deshalb besser, weil alle Fasern im Gemüse und Obst entsprechend zerkleinert werden und so ideal vom Hund aufgenommen werden können. Außerdem ist es den Hunden bei einem Brei nicht möglich, einzelne Inhalte gezielt auszusortieren.

Das Aussortieren kann, wenn es um veganes Hundefutter geht, durchaus ein Problem werden. Da meist alles im Futter wichtig ist und die entsprechenden Vitamine und Nährstoffe aufgenommen werden müssen, sollte vom Hundefutter auch nichts übrig bleiben.

Unser Hund sortiert zum Beispiel gerne Möhren und Spinat aus, was sich nur dann verhindern lässt, wenn alles zu einem feinen Brei püriert ist. Der wird dann entweder gegessen oder der Hund bleibt hungrig und isst ihm am nächsten Tag.

Veganes Hundefutter selber machen

Zwar ist veganes Hundefutter heutzutage keine Seltenheit mehr, doch dennoch sind nicht alle Sorten problemlos in den Alltag eures Hundes integrierbar. Das fängt schon damit an, dass veganes Hundefutter oft nur als Ergänzungsfutter deklariert ist. Auf der anderen Seite gibt es veganes Hundefutter, welches zwar als Alleinfuttermittel deklariert ist, eigentlich aber nicht alle notwendigen Nährstoffe enthält, die ein veganer Hund benötigt.

Wer möchte, kann veganes Hundefutter selber machen, denn anders als eine Nahrung mit Fleischanteil, sind die natürlichen Zutaten überall erhältlich. Außerdem können Hunde so gut wie alle pflanzlichen Lebensmittel zu sich nehmen, abgesehen von einigen Ausnahmen, die giftig oder gefährlich sind.

Genau wie beim Barfen, empfiehlt es sich, wenn ihr veganes Hundefutter selber machen möchtet, nicht nur eine einzige Portion vorzubereiten, sondern gleich mehrere abzupacken. Diese können dann im Kühlschrank gelagert oder auf Lange Sicht, also für mehrere Wochen, entsprechend eingefroren werden.

Wer veganes Hundefutter selber machen möchte, muss also nicht zwangsläufig täglich neues Futter mischen. Genau wie herkömmliches Hundefutter, kann es abgepackt und eingeplant werden, sodass beispielsweise täglich eine Portion aus dem Gefrierfach geholt wird. Achtet dann aber darauf, dass das Futter während der Fütterung Zimmertemperatur aufweist.

Am Anfang solltet ihr es mit der Planung allerdings nicht übertreiben. Euer Hund muss sich erst umstellen und an das vegane Hundefutter gewöhnt werden. Das dauert eine Weile. In dieser Zeit beobachtet und testet ihr viel, um herauszufinden, welche veganen Zutaten er besonders gerne mag und gegen welche er eine Abneigung besitzt.

Es ist ein bisschen so wie mit Kindern. Die einen lieben Rosenkohl, die anderen hassen ihn und andere mögen ihn nur nicht so gerne, sollten ihn deshalb aber unbedingt essen müssen, damit sie keine Verweigerer werden. Also am Anfang ruhig viel ausprobieren und nicht sofort eine Alternative hinstellen, nur weil es mal nicht ganz so gut schmeckt.

Getreidesorten und Hülsenfrüchte im Hundefutter

Da veganes Hundefutter keine tierische Eiweißquelle besitzt, sind Hülsenfrüchte, Getreide, Öle und Kohlenhydrate entsprechend wichtig. Falls ihr euch für eine Fütterung mit Getreide entscheidet, solltet ihr aber besonderen Wert darauf legen, dass es sich um Vollkorngetreide handelt. Im Vergleich mit den geschälten Getreide, enthält Vollkorngetreide nämlich noch alle wichtigen Nährstoffe.

Egal ob Getreide oder Pseudogetreide (Hirse, Quinora etc.), sollte es in der Hundenahrung verwendet werden, muss selbiges selbstverständlich entsprechend gekocht werden. Eine Ausnahme sind hier Haferflocken, die auch roh gefüttert bzw. eingeweicht unter das Futter gemischt werden können. Verzichtet werden sollte auf zu viel Soja im Hundefutter.

Wer veganes Hundefutter selber machen möchte, kann auch problemlos Hülsenfrüchte hinzufügen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Zugabe Schrittweise erfolgt, mit steigenden Mengen. Also mit wenig anfangen und die Menge dann langsam erhöhen. Das ist deshalb empfehlenswert, weil Bohnen und Linsen etc. zu Blähungen führen können. Wem das Kochen von Hülsenfrüchten zu lange dauert, kann übrigens auch welche aus der Dose verwenden.

Die richtigen Öle für veganes Hundefutter

Egal ob ihr euren Hund mit Fleisch füttert oder ein veganes Hundefutter einsetzt, wichtig sind immer die richtigen Öle, in der richtigen Menge. Bei der veganen Ernährung spielen Öle eine besonders wichtige Rolle, unter anderem für die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen.

Leinsamenöl ist besonders empfehlenswert, da es viele wichtige Omega-3-Fettsäuren enthält, was typische Krankheiten verhindert bzw. sich allgemein positiv auf den Gesundheitszustand eures Hundes auswirkt. Eine regelmäßige Beigabe ist also anzuraten.

Als ein ähnlich gesundes Öl, hat sich Kokosöl entpuppt. Hier haben wir persönlich bei vielen Hunden sehr positive Erfahrungen sammeln dürfen. Ansonsten gibt es noch Distelöl, Arganöl, Nachtkerzenöl, Schwarzkümmelöl, Walnussöl, Sonnenblumenöl und einige mehr.

Rapsöl, Baumwollöl und Erdnussöl, sollten hingegen nicht verwendet werden. Letzteres enthält unter Umständen karzinogene Substanzen, während im Rapsöl Eruic-Säuren enthalten sind, die eine Verfettung der Leber, des Herzens oder der Schilddrüse auslösen können. Baumwollöl besitzt außerdem eine toxische Fettsäure und eine hohe Schadstoffbelastung.

Je nach Größe eures Hundes, kann problemlos ein Esslöffel Öl hinzugefügt werden. Das sorgt nicht nur für die bestmögliche Aufnahme aller wichtigen Vitamine, sondern lässt auch das Fell eures Hundes besonders schön glänzen.

Nahrungsergänzungsmittel für veganes Hundefutter

Wer veganes Hundefutter selber machen möchte, hat auch die Verantwortung dafür, dass alle Vitamine und Nährstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind. Das ist auch gar nicht so schwer und bei einer ausgewogenen veganen Ernährung durchaus gegeben.

Dennoch kann es Sinn ergeben, verschiedene Nahrungsergänzungsmittel zu füttern. Beispielsweise, um ein Mangel auszugleichen oder dafür zu sorgen, dass ganz sicher alle notwendigen Stoffe im selbstgemachten Hundefutter enthalten sind. Auch bei einer Erkrankung, zum Beispiel einer Patellaluxation beim Hund, kann ein Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein.

Hingefügt werden können unter anderem Vitamin B12, Bierhefe, Taurin und L-Carnitin, sowie verschiedene Enzyme. Hier kommt es aber stark auf den Einzelfall an, sodass keine allgemeine Empfehlung gegeben werden kann.

Veganes Hundefutter Erfahrungen

Das veganes Hundefutter umstritten ist, dürfte keine große Überraschung sein. Zum einen ist die vegane Ernährung für viele Menschen immer noch ein Rätsel, zum anderen bleibt sie ein Angriffspunkt für Leute, die meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen.

Wir denken, dass veganes Hundefutter heutzutage weitgehend unbedenklich gefüttert werden kann. Gerade wenn veganes Hundefutter als Alleinfuttermittel verkauft wird, wurde meist bereits sehr genau darauf geachtet, dass alle notwendigen Vitamine und Nährstoffe enthalten sind, die euer Hund im Alltag benötigt.

Anders sieht es aus, wenn ihr veganes Hundefutter selber machen möchtet. Das ist etwas komplizierter und hier muss natürlich durchaus darauf geachtet werden, dass alles, was für den Hund besonders wichtig erscheint, in entsprechender Menge vorhanden ist.

Dass der Hund kein reiner Fleischfresser ist, ist den meisten jedenfalls bekannt. Dass Fleisch, in zu großen Mengen, ebenfalls nicht wirklich gesund ist, dürfte inzwischen auch jeder verstanden haben. Ob das für euch nun bedeutet, auf ein veganes Hundefutter umzustellen, bleibt euch überlassen.

Persönlich würde es uns dabei eher um die Massentierhaltung gehen, die unbedingt verhindert werden sollte. Das geht aber, wenn ihr kein veganes Hundefutter nutzen möchtet, auch mit Bio Hundefutter aus einer artgerechten Tierhaltung. Entscheidet selbst was für euch und euren Hund in Frage kommt.