Hunde
Was die Patellaluxation Hund ist, wie sie behandelt wird und worauf ihr dabei achten solltet (inkl. Erfahrungsbericht).

Patellaluxation Hund

Im Grunde ist das mit der Patellaluxation Hund ganz einfach. Die oft sehr schmerzhafte Kniegelenksverletzung, sorgt dafür, dass die Patella, also die Kniescheibe, immer wieder aus ihrer Rollfurche herausspringt. Jedes Mal, wenn die Kniescheibe ihre Position verliert, ist das für den Hund äußerst unangenehm und meist auch entsprechend schmerzhaft.

Eine Patellaluxation beim Hund lässt sich mit und ohne Operation behandeln. Geht es um eine eher leichte Form der Luxation, können dem Hund Nahrungszusätze helfen, die das Kniegelenk bestmöglich versorgen und damit Linderung schaffen. Die Operation hingegen, ist ein großer Eingriff, mit langer Heilphase und hohen Kosten.

Da wir selbst einen Patellaluxation geplagten Hund haben und entsprechend viele Informationen sammeln konnten, vor allem aber, weil vieles was im Internet steht einfach nicht richtig ist, haben wir hier einfach mal alles zusammengefasst, was für Hundehalter von Bedeutung ist, wenn bei ihrem Hund eine Patellaluxation vorliegt.

Zu den Empfehlungen

Patellaluxation Hund Symptome

Die klassischen Symptome einer Patellaluxation beim Hund, betreffen vor allem den Gang des Tieres. Typisch ist zum Beispiel ein aussetzender, dreibeiniger Gang, bei dem der Hund zwischenzeitlich hüpft, um das entsprechende Knie zu entlasten. Nach ein paar Metern, wenn die Kniescheibe wieder in ihre richtige Position gerutscht ist, läuft der Hund völlig normal, so als ob nichts gewesen wäre.

Auch Lustlosigkeit, wenn es um Spaziergänge geht, können ein erstes Anzeichen für die Patellaluxation Hund sein. Rennt euer Vierbeiner plötzlich nicht mehr mit euch mit oder meidet Spaziergänge, obwohl er sie zuvor regelrecht genossen hat, stimmt meist etwas nicht mit ihm. Vielleicht das erste Anzeichen für eine Patellaluxation, vielleicht auch etwas vollkommen anderes.

Häufig führt die Patellaluxation beim Hund und die daraus resultierende Schonhaltung, samt dem dreibeinigen Gang, außerdem zu starken Rückenschmerzen. Auch Rückenschmerzen sind also ein Symptom, welches darauf hindeutet, dass etwas mit der Haltung nicht stimmt. Im Falle der Patellaluxation Hund, bildet sich häufig ein regelrechter Teufelskreis. Durch den dreibeinigen Gang, der das Knie bzw. die Patella entlasten soll, entstehen Rückenschmerzen. Die werden vom Tierarzt zwar erkennt, allerdings nicht mit einer Patellaluxation in Verbindung gebracht. Die verschriebenen Schmerzmittel helfen dem Hund dann, lösen aber nicht das Problem, sodass die Symptome wieder zurückkommen und die Spirale erneut beginnt.

Patellaluxation Hund Grad

Die Patellaluxation Hund wird in vier verschiedenen Schwe­re­graden diagnostiziert. Diese unterschieden sich stark voneinander und bestimmen somit den Fortlauf einer Behandlung und die entsprechende Therapie der Patellaluxation beim Hund. Zu wissen, wie sich die verschiedenen Schwe­re­grade auswirken, hilft dabei, spätere Diagnosen besser deuten zu können.

Grad 1: Der erste von vier möglichen Schwe­re­graden der Patellauxation Hund, ist meist wenig dramatisch. Hier kann die Patella zwar händisch aus der vorgesehenen Gleitrinne gedrückt werden, sie springt allerdings auch von selbst wieder in die korrekte Position zurück. Allgemein also nicht weiter schlimm, es sei denn der Zustand verändert bzw. verschlechtert sich.

Grad 2: Eine Patellaluxation Hund Grad 2 liegt vor, wenn die Kniescheibe des Hundes hin und wieder von alleine aus ihrer Gleitrinne springt, sich jedoch zeitnah wieder zurück in ihre eigentliche Position bewegt. Die Patellaluxation Hund Grad 2 muss dabei auch gar nicht schmerzhaft sein. Der Hund läuft einige Meter, plötzlich springt die Kniescheibe heraus, er springt ein paar Schritte auf drei Beinen und alles ist wieder wie vorher. Alles kein Problem, solange er keine Schmerzen spürt.

Grad 3: Die Patellaluxation Hund Grad 3 ist da schon etwas ernster. hier ist das Schienbein meist deutlich verdreht und das Bein hat eine offensichtliche Fehlstellung. Auch das Strecken des betroffenen Beines, ist mit der Patellaluxation Hund Grad 3 nicht mehr oder nur unter Schmerzen möglich. Zwar lässt sich die Kniescheibe wieder ihre Position drücken, die Gleitrinne ist aber schon stark beschädigt und somit findet auch die Patella keinen festen Halt mehr und springt häufiger von alleine heraus.

Grad 4: Eine Patellaluxation Hund Grad 4 liegt vor, wenn sich die Kniescheibe quasi dauerhaft außerhalb der Gleitrinne befindet. Der Verschleiß an Knochen und Gelenken, ist bei Grad 4 schon so weit vorangeschritten, dass Patella und Gleitrinne gar nicht mehr zueinander passen. Die Patellaluxation Hund Grad 4 ist daher auch mit einem stark eingeschränkten Gang und starken Schmerzen verbunden. Um eine Operation kommt ihr hier vermutlich nicht mehr herum.

Für Tierärzte ist es mitunter schwierig, den richtigen Grad einer Patellaluxation Hund zu diagnostizieren. Auch hat hier jeder seine eigenen Ansichten und manch einer rät sehr früh zu einer Operation, obwohl diese vielleicht noch gar nicht notwendig wäre, während andere den Hund lieber konservativ mit Nahrungsergänzungsmitteln behandeln. Liegt eine Patellaluxation bei eurem Hund vor, solltet ihr euch daher unbedingt eine zweite Meinung, von einem anderen Tierarzt und vielleicht sogar von einem Physiotherapeuten für Hunde einholen.

Patellaluxation Hund Behandlung ohne OP

Selbstverständlich kann eine Patellaluxation beim Hund auch ohne OP behandelt werden. Nur bei einer Grad-4-Erkrankung ist die Operation fast unumgänglich, bei allen anderen Geraden jedoch, lässt sich die Patellaluxation Hund auch homöopathisch behandeln. Dies geschieht in erster Linie mit Nahrungsergänzungsmitteln, die für eine ideale Nährstoffversorung der betroffenen Stellen sorgen.

Wir vergleichen die Patellaluxation Hund immer gerne mit einer quietschenden Tür, deren Scharniere (Kniescheibe) nicht mehr quietschten, sobald sie sorgfältig eingefettet (Nahrungsergänzungsmittel) wurden. Neue Scharniere (Operation) sind nur dann notwendig, wenn der Rost schon zu viel Schaden angerichtet hat.

Die Behandlung ohne OP funktioniert also in erster Linie über Nahrungsergänzungsmittel, die den Knorpelaufbau begünstigen und sich positiv auf den Gelenkstoffwechsel auswirken. Das hilft bei einer leichten Patellaluxation Hund oft schon, um Symptome, Schmerzen und Probleme vollständig zu beseitigen.

Zum Einsatz kommen dabei vor allem Glucosamin, Chondroitin und Methylsulfonylmethan (MSM). Glucosamin und Chondroitin begünstigen dabei das Wachstum des Gelenkknorpels und fördern dessen Elastizität, während MSM eine wichtige Schwefelquelle ist, die sich positiv auf die Gelenkkapseln auswirkt.

Nahrungsergänzungsmittel

Die Therapie der Patellauxation Hund mit Nahrungsergänzungsmitteln, stützt sich auf eine ideale Versorgung der betroffenen Gelenke. Dadurch, dass diese bestmöglich versorgt werden, bildet sich neuer elastischer Gelenkknorpel. Schlussendlich sorgt dies dafür, dass die Patella wieder fester sitzt und, wenn sie sich bewegt, leichter wieder in die korrekte Position zurückfindet und dort auch verbleibt.

Wichtig ist ist zu verstehen, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht über Nacht wirken. Erst nach einigen Wochen zeigt sich, ob sie anschlagen und dem Hund Linderung verschaffen. Mindestens einen Monat lang, sollten die Nahrungsergänzungsmittel verabreicht werden, um die Ergebnisse ernsthaft beurteilen zu können.

DogFit Kapseln

Wir empfehlen hier die DogFit Kapseln, da wir diese selbst für unseren Hund einsetzen und gute Erfahrungen mit ihnen gemacht haben. Auch auf dem Hundeplatz und in Foren, sind die Kapseln nach wie vor ein Geheimtipp, wenn es um die Therapie der Patellaluxation Hund geht und auf eine Operation verzichtet werden soll. Die Kapseln gibt es für jede Gewichtsklasse, außerdem können sie einfach geöffnet werden, damit das Pulver beispielsweise unter das Futter gemischt werden kann. Super einfach zu handhaben und äußerst effektiv.

Jetzt kaufen (Amazon.de)

Patellaluxation Hund Physiotherapie

Zusätzlich zu der Therapie mit Nahrungsergänzungsmitteln, kann auch Physiotherapie eine sinnvolle Methode sein, um die Patellaluxation Hund ohne OP in den Griff zu bekommen. Durch gezielte Übungen und Bewegungen, wird zum einen der Schmerz reduziert, zum anderen der Muskelaufbau weiter vorangetrieben.

Bei der Physiotherapie bietet sich daher ein Unterwasserlaufband an, um die Muskeln besonders schonend zu trainieren. Das ist wichtig, damit die Gelenke keinen Schaden nehmen. Der Muskelaufbau hilft bei der Patellauxation Hund vor allem deshalb, weil so ganz gezielt die Muskeln verstärkt werden, die stützend und unterstützend wirken, das Bein also stabilisieren.

Während die Nahrungsergänzungsmittel für eine gleichmäßige und vollständige Nährstoffvergabe sorgen, dient die Physiotherapie also dem Aufbau wichtiger Muskelpartien, die das betroffene Bein abstützen und die Symptome einer Patellauxation beim Hund drastisch reduzieren. Mit diesen Maßnahmen kann eine kostspielige und risikoreiche Operation meist umgangen werden.

Patellaluxation Hund OP

Lässt sich die Patellaluxation Hund weder mit Nahrungsergänzungsmitteln, noch mit gezielter Physiotherapie in den Griff bekommen, bleibt schlussendlich nur noch die Operation. Diese ist durchaus ernst zu nehmen, stellt sie doch einen umfangreichen Eingriff am Kniegelenk dar und zieht häufig auch ein Trauma nach sich, sowie einen längeren Heilungsprozess.

Wir haben uns damals (leider, doch dazu weiter unten mehr) für die Operation entschieden, unter anderem deshalb, weil der Tierarzt selbige stark heruntergespielt hat. Das erzeugte den Eindruck völliger Normalität, doch im Grunde war das Gegenteil der Fall. Die Operation wurde extrem heftig, viel teurer als gedacht und der Hund litt auch deutlich mehr als zuvor kommuniziert wurde.

Was wir davor, danach und währenddessen festgestellt, gelernt und beobachtet haben, möchten wir euch hier nun ein wenig genauer schildern. Anschließend folgt ganz unten noch ein kurzer Erfahrungsbericht unseres eigenen Falls.

Kosten einer Operation

Zunächst einmal sei darauf hingewiesen, dass viele Tierärzte euch Nettopreise nennen. Also Preise, die noch keine Mehrwertsteuer enthalten. Das kann zwar Absicht sein, weil so geringere Preise genannt werden können, hat oft aber wohl eher damit zu tun, dass Tierärzte sich an die GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) der Bundestierarztkammer halten müssen, also Nettopreise im Kopf haben, aus denen sich dann die Rechnung zusammensetzt, zu der die Mehrwertsteuer automatisch hinzugerechnet wird.

Für euch bedeutet dies im Klartext, dass eine Operation, die 1.000 Euro kosten würde, mit Mehrwertsteuer plötzlich 1.190 Euro kostet. Das ist ein großer Unterschied, vor allem wenn keine Hundeversicherung abgeschlossen wurde, die derartige Kosten unter Umständen decken würde. Achtet also immer darauf, euch die vollständigen Kosten mit Mehrwertsteuer nennen zu lassen.

Bei uns hieß es vor der OP, dass eine Operation der Patellaluxation bei unserem Hund so um die 600 Euro pro Bein kosten wird. Am Ende waren es dann aber eher so um die 800 Euro pro Bein, zu denen sich noch allerlei Verbrauchsmaterialien hinzuaddiert haben. Auch Röntgenbilder müssen vor der OP gemacht werden, die natürlich auch wieder Geld kosten und separat berechnet werden. Wir würden euch raten, mit ca. 1.000 Euro zu rechnen. Mit allem was vorher und hinterher noch hinzukommt, landet ihr sowieso in diesem Bereich.

Das passiert vor der OP

Wie immer bei Operationen, muss der Hund vorher nüchtern sein. Das sollte auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn die Narkose kann ein Erbrechen auslösen, was mit vollem Magen sehr schnell lebensgefährlich werden kann. Dementsprechend wichtig ist es, dass euer Hund am Tag zuvor nichts zu Fressen bekommt.

Egal wie sehr er also bettelt, gebt ihm bitte auch nichts, um sein Leben nicht zu gefährden. Das gilt auch für kleine Leckerlies und auch vom Tisch sollte nichts mehr herunterfallen. Sind Kinder im Haus, erklärt ihnen den Vorfall und kontrolliert, dass auch sie dem Hund nichts geben. Gleiches gilt für die Oma, die ja oft sowieso macht was sie will, wenn es um euren Hund geht. Kontrolle ist vorab also wichtig.

Für den Hund selbst ist die Nüchternheit am Vortag übrigens kein Problem, selbst wenn ihr euch das einbildet oder meint, er würde besonders hungrig aussehen. In der Natur wäre es normal, dass ein Hund nicht jeden Tag etwas zu fressen bekommt. Auch bei seinem Vorfahren, den Wolf, ist das nicht anders. Der Magen eines Hundes ist regelrecht darauf ausgelegt, nach dem Fressen längere Hungerzeiten zu überstehen.

Am Tag der Operation bringt ihr euren Hund dann zum Tierarzt und dürft, wenn ihr wollt, meist noch beim Einleiten der Narkose dabei sein. Ob ihr das wirklich möchtet, ist eine ganz andere Frage, denn beim Einleiten der Narkose sieht es so aus als würde euer Hund sterben. Das erträgt nicht jeder und eine aufgeregte Stimmung ist weder für den Hund, noch für den Tierarzt eine gute Vorbereitung auf die Operation.

Das passiert nach der OP

Wird die Patellaluxation Hund operiert, habt ihr nicht mehr viel Einfluss und Warten macht in diesem Falle auch keinen Sinn. Im Normalfall rufen der Tierarzt oder die Tiermedizinische Fachangestellte euch nach der Operation an, damit ihr zumindest wisst, dass alles in Ordnung ist. Da die Operation aber sehr heftig ausfällt, sollte euer Hund kontrolliert aufwachen und noch ein paar Stunden zur Beobachtung und Erholung beim Tierarzt verbleiben, bevor ihr ihn dann abholen kommt und mit nach Hause nehmt. Meist wird am Morgen operiert und am Abend dürft ihr euren Hund dann abholen.

Wichtig ist, dass ihr eine Transportbox dabei habt, in der euer Hund stabil und sicher transportiert werden kann. Er hat einen Verband am Bein, ist sichtlich mitgenommen, hat starke Schmerzmittel bekommen und ist dementsprechend völlig neben der Spur. Mal abgesehen vom Schock und Trauma der Operation. Lasst ihm also bitte einfach seine Ruhe, legt ihn in die Box und im besten Fall schläft oder dämmert er dort einfach weiter vor sich hin, bis ihr Zuhause angekommen seid.

Gebt eurem Hund Zeit. Die Operation einer Patellaluxation ist äußerst heftig. Der Knochen wird gesägt, bis die Gleitrinne wieder passt, alles wird mit festen Klammern oder Nieten stabilisiert, die Wunde wird genäht und, je nachdem was der Tierarzt für richtig hielt, kann es auch sein, dass die Bänder gekürzt wurden, falls diese vorab zu lang oder instabil waren. Vielmehr kann der Tierarzt an einem Bein bzw. am Knie kaum operieren, dementsprechend fertig ist auch euer Hund. Gebt ihm Zeit, seid bei ihm, bedrängt ihn aber nicht. Wenn es ihm wieder besser geht, wird er von selbst kommen und bis dahin braucht er einfach etwas Ruhe.

Heilungsprozess der Operation

Die Heilphase der Patellauxation Hund ist länger als viele vermuten und erfordert mehr Pflege und Kontrolle, als die meisten Hundehalter nebenher leisten können. Ideal wäre also, ihr nehmt euch zwei oder drei Wochen frei, um dem eigenen Hund nach der Operation zur Seite zu stehen.

Wichtig ist vor allem, dass er nicht versucht zu springen und auf gar keinen Fall von der Couch hüpft oder Treppen läuft. Er sollte jederzeit genügend Flüssigkeit zur Verfügung haben und diese auch leicht erreichen können, was mit dem Leckschutz, je nach Hundenapf, eventuell ein Problem sein könnte.

Das wichtigste ist nach der Operation aber, dass euer Hund Ruhe und Erholung findet, also nicht den vollen Familienstress abkriegt und in dieser Zeit auch mal für sich sein darf, sich also zurückziehen kann. Die Schmerzmittel werden zweimal täglich verabreicht und ab dem zweiten Tag darf auch wieder gefüttert werden, wobei die meisten Hunde nach solchen Operationen noch keinen Appetit haben. Außerdem kann das Schmerzmittel Erbrechen auslösen, bleibt beim Füttern also unbedingt in Reichweite.

Ansonsten ist der Heilungsprozess bei einer Patellaluxation Hund recht langwierig. Durch das Schmerzmittel spüren die Hunde meist nichts mehr, benehmen sich also viel zu früh, wieder viel zu agil. Dann wollen sie Laufen, Springen, Toben und Rennen, dürfen dies aber noch gar nicht und sollten es auch nicht. Beobachtung ist also alles. Langsame Spaziergänge bei Schritttempo und permanente Kontrolle daheim, sollten für zwei Wochen beibehalten werden. Dann geht es zur Nachsorgeuntersuchung und anschließend können langsam wieder alte Gewohnheiten aufgenommen werden. Es braucht also viele Wochen, bis euer Hund wieder ganz der Alte ist.

Patellaluxation Hund Erfahrungen

Am Ende möchten wir kurz noch einmal auf unsere eigenen Erfahrungen bezüglich der Patellaluxation Hund eingehen. Unsere Chihuahua-Hündin traf es nämlich ebenfalls. War die Patellaluxation am Anfang noch gar nicht sichtbar, wurde im Gang immer mehr deutlich, dass etwas nicht stimmt. Der Verdacht auf eine vererbte Patellaluxation entstand, auch weil diese bei Chihuahuas recht üblich ist, vor allem wenn Züchter nicht seriös sind oder nicht gesondert darauf achten, Gendefekte und ähnliches auszuschließen.

Was folgte war ein regelrechter Tierarzt-Alptraum. Der erste diagnostizierte eine Patellaluxation, nannte aber keinen Grad und wirkte sehr unseriös und unsympathisch. Der nächste widersprach dann der Meinung seines Kollegen und redete von Rückenschmerzen. Eine Patellaluxation konnte er bei unserem Hund, auch nach mehrmaligen Ertasten, definitiv nicht feststellen. Auf der Suche nach einer weiteren Meinung, hieß es dann, es wäre eine ganz leichte Patellaluxation, die durchaus übersehen werden könnte. Ein weiterer Tierarzt diagnostizierte uns dann eine Patellaluxation Hund Grad 3, also keine leichte Erkrankung, und empfahl die sofortige Operation.

Warum so viele Tierärzte? Weil einige einfach fachlich nicht ganz sauber wirkten und die Meinungen so weit auseinandergingen, dass wir weitere Meinungen einholen wollten und es unserem Hund auch einfach schuldig waren, die Sache bestmöglich zu handhaben. Schlussendlich wurde uns dann von anderen Hundehaltern empfohlen, die DogFit Kapseln auszuprobieren, da sie sinnvolle Nahrungszusätze für Gelenkbeschwerden beinhalteten und bei einigen Hunden bereit große Erfolge mit sich brachten. Auch bei uns wirkten die Nahrungsergänzungsmittel durchaus, doch das Humpeln blieb leider immer noch. Also entschieden wir uns für die Operation.

Leider war die Operation für unseren Hund ein großes Drama und der Heilungsprozess zog sich ebenfalls sehr lange hin. Alles was wir vorher vom Tierarzt gehört hatten, entpuppte sich als falsch bzw. einfach als sehr positiv geschätzt. So stiegen die Kosten beispielsweise stark an und wurden uns vorab ohne Steuern genannt, weshalb es eine große Überraschung gab, als dann die Rechnung eintraf. Der Heilungsprozess dauerte auch nicht wenige Tage, wie vorher versprochen, sondern zog sich locker über zwei Wochen hinweg, wenn nicht sogar länger und auch danach war noch lange nichts alles beim Alten, sondern nur grob verheilt. Bis zur vollen Genesung, vergingen also Monate. Ein Trauma hatte unsere Hündin ebenfalls von der OP, was sich bis heute in einer etwas verängstigten Art zeigt, die vorher nicht vorhanden war. Alles in allem war die OP einfach eine Fehlentscheidung, zumal mit den Nahrungsergänzungsmitteln vorab schon Erfolge erzielt wurden. Heute würden wir uns nicht noch einmal für eine Operation entscheiden.

Kaum war der Heilungsprozess nach mehreren Wochen abgeschlossen, humpelte sie wieder und zeigte auch wieder den typischen dreibeinigen Gang, an dem die Patellaluxation Hund häufig zum ersten Mal erkannt wird. Allgemein würden wir sagen, hat die Operation ihren Gang auch nicht besser, sondern eher schlechter werden lassen. Im Nachhinein erfuhren wir außerdem, dass die Patellauxation sowieso jederzeit zurückkommen kann, die Operation also keine Garantie ist und eventuell auch wiederholt werden muss, gerade wenn der Hund noch mehrere Jahre lebt und sich entsprechend viel bewegt.

Wir entschieden uns gegen weitere Operationen und für die Nahrungsergänzungsmittel, genauer gesagt die empfohlenen DogFit Kapseln, mit denen wir schon vor der OP gute Erfahrungen sammeln konnten. Bei der Patellaluxation Hund wirken Nahrungsergänzungsmittel, zumindest in unserem Fall, einfach viel besser als eine OP oder die Physiotherapie es je könnte. Welche Entscheidung ihr trefft, müsst ihr natürlich für euch selbst überlegen. Wir jedenfalls, würden die Patellaluxation nicht noch einmal operieren lassen. Zu negativ waren unsere Erfahrungen mit den Tierärzten, der Operation selbst, sowie dem anschließenden Heilungsprozess. Das ist ein viel größerer Eingriff als es zunächst scheint und ein dauerhafter Erfolg wird dabei auch nicht garantiert.

In diesem Sinne wünschen wir euch und eurem Hund alles Gute. Wir hoffen, ihr macht das Beste aus der Situation. Solange der Hund mit den Nahrungsergänzungsmitteln keine Schmerzen mehr zeigt, steht der gemeinsamen Freude aber sowieso nichts im Weg. Also erst einmal ohne OP probieren und wenn es gar nicht besser wird, kann immer noch operiert werden. Das ist jedenfalls unsere Meinung.