Hunde
Kohletabletten für den Hund helfen bei Durchfall und Vergiftungen. Es ist daher sinnvoll, Kohletabletten für den Hund auf Lager zu haben.

Kohletabletten Hund

Die meisten von euch werden bestimmt schon einmal von Kohletabletten für den Hund gehört haben. Diese sogenannte Aktivkohle kommt immer dann zum Einsatz, wenn Fremdstoffe im Magen-Darm-Trakt für Probleme sorgen.

Bei Vergiftungen helfen Kohletabletten beispielsweise dabei, die Giftstoffe entsprechend zu binden und aus dem Magen des Hundes herauszubekommen. Im Falle einer Vergiftung wird die Aktivkohle übrigens besonders hoch dosiert. Doch auch bei harmloseren Vorfällen, wie beispielsweise Durchfallerkrankungen, kann Aktivkohle dem Hund helfen und Linderung verschaffen.

Kohletabletten sollte engagierte Halter in dem Erste Hilfe Set für ihren Hund aufbewahren. So können sie bei akutem Durchfall oder einer Vergiftung gleich selbst eingreifen, was im Notfall dann das Leben von eurem Hund rettet oder ihm wichtige Minuten verschafft, bis ihr es zum Tierarzt geschafft habt.

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Inhaltsstoffe der Kohletabletten

Bevor es um die Verwendung von Kohletabletten für den Hund geht, sollte zunächst einmal klar sein, was diese eigentlich genau enthalten und wie sie im Detail wirken. Verständnis ist nämlich wichtig, um die grundlegende Funktionen der Kohletabletten zu überhaupt erst zu verstehen.

Bei Kohletabletten für den Hund handelt es sich um Aktivkohle in Tablettenform, die in der Medizin als sogenannter Adsorptionsstoff verwendet wird. Aktivkohle ist feiner, poröser Kohlenstoff, der über eine große innere Oberfläche verfügt. Die Poren der Aktivkohle sind dabei wie ein Schwamm verbunden, was die besonders starke Adsorbierbarkeit hervorbringt.

Die wohl wichtigste Eigenschaft von Aktivkohle ist also, dass sie Fremdstoffe in sich bzw. an sich binden kann. Wasserfilter arbeiten beispielsweise mit Aktivkohle, um Schwermetalle und ähnliche Stoffe zu binden und aus dem Wasser zu entfernen.

Die Kohletabletten für den Hund kommen ähnlich zum Einsatz. Sie sollen Fremdstoffe (Gifte) binden oder den Magen beruhigen. Hat sich der Hund also vergiftet, kommt Aktivkohle in hoher Dosierung zum Einsatz, um die Gifte im Magen-Darm-Trakt zu binden und zu entfernen. Handelt es sich hingegen nur um Durchfall, kommen sogenannte Kohlekompretten (Aktivkohle in Tablettenform, also Kohletabletten) zum Einsatz.

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Wer Kohletabletten für seinen Hund kaufen möchte, steht häufig vor dem Problem, dass es viel Auswahl und wenig Empfehlungen gibt. Wir stellen euch hier daher drei Produkte vor, mit denen ihr nicht viel falsch machen könnt.

Einmal die klassischen Kohletabletten, die natürlich auch für den Hund genutzt werden können, sowie ein Mittel gegen Durchfall, welches bei Durchfallerkrankungen ebenfalls besonders gut hilft, denn nicht immer müssen es Kohletabletten sein. Auch die Futterkohle für Hunde möchten wir euch noch vorstellen, die mit verschiedenen Bestandteile für einen gesunden Magen-Darm-Trakt sorgen soll.

Kohletabletten

Klassisch und einfach. Mit den Kohletabletten für Hunde macht ihr nichts falsch. Die Tabletten bestehen aus medizinischer Aktivkohle und eignen sich für Mensch und Hund gleichermaßen. Hat der Hund Probleme mit dem Magen? Dann helfen die Kohletabletten wunderbar. Auch bei Vergiftungen erfüllen sie ihren Zweck, ersetzten allerdings keinen Tierarztbesuch. Zu bedenken ist außerdem, dass im Falle einer Vergiftung sehr viel Aktivkohle gefüttert werden muss. Vier Tabletten pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes, also vier Tabletten pro Kilogramm.

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Futterkohle

Keine reine Aktivkohle, aber eine Mischung aus unterschiedlichen Pflanzenkohlen, kommt bei der sogenannten Futterkohle für Hunde zum Einsatz. Die Futterkohle ist staubfrei und mit Lachsöl verfeinert und soll neben dem Knochenaufbau auch positiv auf die Gelenke wirken. Selbst die Zähne reinigt die Futterkohle quasi nebenbei. Ein kleiner Alleskönner für die Gesundheit eures Hundes also, der als Nahrungsergänzungsmittel zum normalen Hundefutter hinzugefügt wird.

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Durchfalltabletten

Zwar helfen Kohletabletten für den Hund auch bei Durchfall, unter Umständen sind die extra dafür hergestellten Durchfalltabletten aber eine bessere Wahl. Sie enthalten verschiedene Stoffe, die bindet und anregend auf den Magen-Darm-Trakt wirken. So wird die Kotbeschaffenheit verbessert und der Durchfall nimmt ein Ende. Hat euer Hund also wirklich nur Durchfall und sonst nichts, wirken die Durchfalltabletten oft besser als die Kohletabletten, welche lediglich binden, aber kaum Magenberuhigende Inhaltsstoffe besitzen.

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Dosierung der Kohletabletten

Die Dosierung von Kohletabletten beim Hund richtet sich vor allem danach, ob eine akute Vergiftung vorliegt, ein dringender Verdacht besteht, oder nur ein kleiner Magen-Darm-Vorfall das Problem ist. Grundsätzlich gilt bei solch medizinischen Fragen aber immer, dass derartige Dinge vorab mit einem Tierarzt besprochen werden sollten, um keine Fehler zu begehen.

Kohletabletten für den Hund kommen häufig auch bei Durchfall zum Einsatz oder nur zum beruhigen eines gereizten Magen-Darm-Trakts. Hier ist die Dosierung natürlich nicht ganz so heikel, wie es bei einer akuten Vergiftung der Fall wäre, bei welcher ihr so oder so schnellstens zum Tierarzt solltet. Die Kohletabletten für den Hund sind bei Vergiftungen lediglich eine Erste-Hilfe-Maßnahme, ersetzten also keine Behandlung.

Ideal ist es daher, vorab mit dem Tierarzt eine Notfalldosierung zu besprechen. Gemeinsam kann so eine Packung Kohletabletten für den Hund vorbereitet werden, die im Notfall dann nicht mehr abgemessen oder gezählt werden muss, weil dies bereits vorab und in Absprache mit dem Tierarzt geschehen ist.

Dosierung von Kohletabletten bei Vergiftungen

Prinzipiell gilt die Faustregel, dass dem Hund bei einer Vergiftung ungefähr ein Gramm Aktivkohle pro Kilogramm Körpergewicht gegeben werden sollte. Die meisten Kohletabletten für den Hund enthalten allerdings nur 250mg Aktivkohle, was bedeutet, dass vier Tabletten ein Gramm Aktivkohle ergeben.

Pro Kilogramm Körpergewicht, sind dass dann bereits vier Kohletabletten, die der Hund einnehmen muss. Eine Packung Kohletabletten, die meist 60 Stück enthält, eignet sich im Notfall also nur für Hunde bis 15 Kilogramm. Alle anderen haben besser noch eine zweite oder dritte Packung auf Lager.

Dosierung von Kohletabletten bei Durchfall

Handelt es sich lediglich nur um eine Durchfallerkrankung oder eine Magenverstimmung, ist eine hohe Dosierung von Kohletabletten nicht notwendig. Hier wird dem Hund weitaus weniger gegeben, da der Magen sich nur beruhigen soll.

Den besten Tipp, um die richtige Dosierung für euren Hund zu finden, hat der Tierarzt eures Vertrauens. Fragt beim nächsten Besuch einfach mal unverbindlich nach seiner Empfehlung, im Falle einer Vergiftung oder Durchfallerkrankung. Dann könnt ihr die richtige Anzahl an Kohletabletten für den Hund schon einmal bereitlegen, um im Notfall nicht erst rechnen oder suchen zu müssen.

Bei der Dosierung von Kohletabletten für den Hund kann aber auch nicht viel falsch gemacht werden. Eine zu hohe Dosierung hat meist nur ein wenig Verstopfung oder festen Kot zur Folge, was weniger schlimm sein dürfte, als eine Vergiftung oder anhaltender Durchfall.

Wichtig: Egal wie ihr die Kohletabletten für den Hund letztendlich dosiert, bei einer Vergiftung solltet ihr immer schnellstmöglich zum Tierarzt. Kohletabletten ersetzen keine Behandlung, sondern stellen nur eine Erste-Hilfe-Maßnahme gegen eine Vergiftung im Magen-Darm-Trakt dar. Alles andere klärt dann der Tierarzt.

Was Aktivkohle ist

Aktivkohle wird aus mineralischen oder petrochemischen Stoffen hergestellt. Weil sie allerdings meist aus pflanzlichen Stoffen hergestellt wird (Holz, Schalen, Torf), wird sie des Öfteren auch mal als Pflanzenkohle bezeichnet.

Aktivkohle kann dennoch aus vielem hergestellt werden. Auch Steinkohle oder unterschiedliche Kunststoffe eignen sich dafür, ebenso wie Tierblut oder Zucker. Hier wird die Aktivkohle dann umgangssprachlich auch Zuckerkohle oder Tierkohle genannt. Letzteres beschreibt also nicht, dass selbige für Tiere geeignet ist, sondern vielmehr, dass selbige aus tierischem Blut hergestellt wird.

Aktivkohle kann dabei entweder chemisch Aktiviert oder mittels einer Gasaktivierung produziert werden. Bei der chemischen Aktivierung wird das Rohmaterial mit Chemikalien behandelt. Anders geht es in einer sauerstofffreien Atmosphäre, wo das Material erhitzt und anschließend noch oxidativ aktiviert wird.

So die eine einfache Erklärung, was Aktivkohle eigentlich ist bzw. aus was sie besteht und wie sie gewonnen wird. Das Thema ist natürlich noch weitaus komplexer, doch ihr sucht Kohletabletten für euren Hund und wollt nicht an einem Chemiekurs teilnehmen. Belassen wir es also bei der rudimentären Erklärung.

Kohletabletten als Erste-Hilfe-Maßnahme

Kohletabletten eignen sich vor allem als Erste-Hilfe-Maßnahme. Kohletabletten für den Hund im Schrank zu haben, bedeutet also auf einen eventuellen Notfall vorbereitet sein. Gerade erfahrene Hundehalter haben vieles im Hundeschrank, um den Hund im Zweifelsfall schnell selbst behandeln zu können.

Weil Vergiftungen im Magen-Darm-Trakt meist relativ unerwartet vorkommen, ist es auch nicht verkehrt eine Packung Kohletabletten parat zu haben. Schokolade ist beispielsweise giftig für Hunde und die liegt eventuell mal unbeaufsichtigt auf dem Couchtisch. Zwiebeln und Weintrauben sind ebenfalls giftig für den Hund und auch diese können durch ein dummes Versehen gefressen werden.

Kohletabletten für den Hund kommen also immer dann zum Einsatz, wenn etwas mit dem Magen nicht stimmt oder schlimmer noch, eine ajute Vergiftung vorliegt. Sie ersetzten nicht den Tierarztbesuch, sind als Erste-Hilfe-Maßnahme aber oft Gold wert, da sie Giftstoffe binden und den Prozess damit verlangsamen können.