Hunde
Die Hundepfeife hilft euch, euren Hund auch bei starker Ablenkung zurückzurufen. Hier gibts alle Infos und Empfehlungen zur Hundepfeife.

Hundepfeife

Wann immer es schwierig wird, den eigenen Hund zurückzurufen, hilft die Hundepfeife. Denn auch wenn euer Hund bestens hört, kann eine besonders attraktive Ablenkung jederzeit dafür sorgen, dass eure Rufe in den Hintergrund rücken. Eine Hundepfeife hingegen ist immer zu hören und kaum ein Hund schafft es, diesem eindeutigen Ton zu widerstehen.

Auch wenn der eigene Hund einen Jagdtrieb hat und plötzlich nur noch eines sieht, nämlich das Reh im Wald, kann die Hundepfeife eine willkommene Lösung sein, um doch noch zu ihm durchzudringen. So kann der Hund dann selbst in den aberwitzigsten Situationen und unter größter Ablenkung noch zuverlässig abgerufen werden.

Von all dem einmal abgesehen, haben viele Hundehalter auch einfach ein Kommunikationsproblem oder verstehen die Körpersprache ihres Hundes nicht richtig. So etwas sorgt dann dafür, dass sich der Hund vielleicht gar nicht angesprochen fühlt oder langfristig eine Menge Befehle einfach ignoriert. Der Ton einer Hundepfeife hingegen ist klar und deutlich, sodass dieses Signal wirklich jeder Hund versteht.

Zu den Empfehlungen

Hundepfeife Training

Auch wenn viele Hunde bei einer Hundepfeife bereits automatisch reagieren, muss die Verbindung als Abrufsignal natürlich zunächst einmal geschaffen werden. Das bedarf ein wenig Training, damit es auch im Alltag, vor allem aber in besonders heiklen Situationen, wirklich zuverlässig funktioniert.

Im Grunde es ganz einfach. Um den Hund auf die Hundepfeife zu konditionieren, muss eine Verbindung mit dem Ton der Hundepfeife geschaffen werden. Das gelingt mit folgendem Training und etwas Geduld.

  1. Holt den Hund zu euch, erregt seine Aufmerksamkeit und nutzt die Hundepfeife. Sobald er, nachdem der Ton erklingt, interessiert zu euch schaut, gibt es ein Leckerlie. Euer Hund hat nun seinen ersten Anreiz bekommen und nimmt die Hundepfeife und ihren Ton damit zum ersten Mal positiv wahr. Für letztes sorgt das Leckerlie.
  2. Schritt eins wird nun mehrmals wiederholt. Immer wenn der Hund auf den Ton der Hundepfeife reagiert, gibt es ein köstliches Leckerlie. Aber nicht übertreiben! Wirklich nur einige Male am Tag wiederholen, dann ist erst einmal Pause angesagt. Am nächsten Tag wird das Training mit der Hundepfeife dann erneut absolviert.
  3. Hat der Hund grundsätzlich verstanden, dass er beim Ton aus der Hundepfeife seine Belohnung erhält, wird er automatisch schon zu euch kommen. Belohnt dies und achtet am Anfang darauf, dass das Training mit der Hundepfeife zunächst ausschließlich unter lockeren Bedingungen stattfindet. Also nur dann, wenn der Hund gerade keinerlei Ablenkung hat und sowieso auf euch fixiert ist. Das ist wichtig, damit das Training am Anfang immer erfolgreich verläuft und die positive Verbindung, zur Hundepfeife und ihrem Ton, bestmöglich gefestigt werden kann.
  4. Nun darf das Training mit der Hundepfeife ausgeweitet werden. Testet euren Hund beispielsweise auf Spaziergängen. Sobald er etwas herumläuft und schnüffelt, einfach mal Pfeifen und einen Ton erzeugen. Kommt er sofort freudig zu euch zurückgelaufen, gibt es wieder ein Leckerlie und ein paar lobende Worte. Kommt er nicht, hat er die Verbindung noch nicht so recht verstanden und es geht wieder mit dem vorherigen Schritt los, bis euer Hund begriffen hat, was ihr mit der Hundepfeife erreichen wollt.
  5. Das Training mit der Hundepfeife braucht Zeit. Auch wenn es häufig so aussieht, als hätte der Hund bereits alles verstanden, ist dem noch lange nicht so. Es sollte also weiterhin und für mehrere Wochen, mit einem Leckerlie trainiert werden. Nur so kann die Verbindung zur Hundepfeife positiv verstärkt werden. Wichtig ist auch, dass sich die Verbindung weiter festigt, was aber eben nur dann geschieht, wenn über einen längeren Zeitraum mit der Hundepfeife trainiert wird.

Hundepfeifen Empfehlungen

Wie das Training mit der Hundepfeife abläuft, wisst ihr jetzt, nicht aber, welche Art von Hundepfeife es überhaupt gibt und welche davon tatsächlich empfehlenswert sind. Wir stellen euch hier eine klassische Hundepfeife, eine Acme Hundepfeife, sowie eine Hütehundepfeife vor und verraten euch darüberhinaus, wie die lautlose Hundepfeife funktioniert.

Weiter unten folgen dann noch weitere Informationen zum Ton einer Hundepfeife und noch ein paar Besonderheiten der Hütehundepfeife. Einfach weiterlesen, falls ihr euch dafür interessiert.

Hundepfeife

Die klassische Hundepfeife gibt einen gleichbleibenden Ton aus, der von Hunden jederzeit entsprechend wahrgenommen werden kann. Wichtig ist, dass sich das Material über die Zeit nicht verändert, denn damit würde sich auch der Ton der Hundepfeife verändern, was den Hund wiederum verwirren kann. Hier bekommt ihr gleich ein ganzes Set, inklusive mehrerer Hundepfeifen, einem Pfeifenband und weiteren Extras für das Training.

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Acme Hundepfeife

Die Acme Hundepfeife ist deshalb so beliebt, weil das Unternehmen Acme bereits seit über 140 Jahren Pfeifen herstellt. Damit gehört Acme zu den größten und vor allem bekanntesten Herstellern, die noch dazu auf Tradition und Qualität setzen, also nichts mit den billigen Hundepfeifen gemeinsam haben. Außer dem günstigen Preis, versteht sich, denn wirklich teurer ist die Acme Hundepfeife am Ende nicht. Und wer es gerne bunt mag, bekommt sie in nahezu jeder Farbe.

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Lautlose Hundepfeife

Eine Hundepfeife erzeugt immer auch einen hörbaren Ton. Manche Hundehalter mögen das allerdings nicht, schämen sich dafür oder möchten aus anderen Gründen lieber eine lautlose Hundepfeife verwenden. Wir empfehlen euch die lautlose Hundepfeife von Acme, da diese qualitativ überzeugen kann und sehr robust gefertigt wurde. Die lautlose Hundepfeife ruft euren Hund, ohne dass es jemand anderes bemerkt.

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Hütehundepfeife

Eigentlich ist die Hütehundepfeife nur für Hütehunde gedacht. Verwenden könnt ihr sie aber auch für jeden anderen Hund, wobei die Hütehundepfeife in diesem Fall nicht allzu viel Sinn ergibt. Der auffälligste Unterschied zur klassischen Hundepfeife ist nämlich, dass die Hütehundepfeife nicht einen einzelnen, immer gleich bleibenden Ton abgibt, sondern quasi einen speziellen Pfiff erzeugt, der frei variiert werden kann. So können mit der Hütehundepfeife mehrere Kommandos gegeben werden, was bei Hütehunden entsprechend wichtig ist, da sich diese so ausschließlich mit Pfeiftönen leiten und lenken lassen. Mehr zur Hütehundepfeife und deren Einsatzgebiete, gibt es weiter unten auf der Seite.

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Verschiedene Arten von Hundepfeife

Nun wird sich der ein oder andere sicherlich wundern. Es gibt mehrere Arten von Hundepfeife? Ja, gibt es! Allerdings müssen wir zugeben, dass die klassische Hundepfeife, wie sie von den meisten Hundehaltern eingesetzt wird, die bekannte Einzelpfeife ist. Dennoch gibt es mehr als nur eine Hundepfeife und genau darum geht es in diesem Abschnitt.

In der Jagd beispielsweise, werden auch heute noch Trillerpfeifen als Hundepfeife eingesetzt. Diese sind direkter und einfacher zu handhaben, was bei einer wilden Jagd häufig von Vorteil ist. Dort wird übrigens der Pfiff als einfaches Stopp verwendet und der Doppelpfiff als Rückruf für den Hund.

Neben der Hundepfeife mit Einzelton und der Trillerpfeife, gibt es als dritte Variante noch die Hütehundepfeife. Diese kommt vor allem beim Training mit Border Collies zum Einsatz, die so ganze Befehlsketten erlernen, welche dann mit Hilfe der Hütehundepfeife abgerufen werden können. Der große Unterschied zu einer klassischen Hundepfeife ist hier, dass viele verschiedene Töne und Tonketten erzeugt werden, also komplexe Kommandos, die jeweils eigene Bedeutungen haben. Für normale Hunde ist eine Hütehundepfeife in der Regel daher ungeeignet

Hundepfeife Ton und Frequenz

Die eigentliche Besonderheit einer Hundepfeife ist, dass sie einen Ton ausgibt, der immer gleich klingt. Daher ist es auch so wichtig, dass eine Hundepfeife entsprechend hochwertig gefertigt wird, damit sie sich im Laufe der Zeit oder bei Hitze und Kälte, auf gar keinen Fall verformt und damit auch nicht ihren Ton verändert.

Weil der Ton einer Hundepfeife immer gleich klingt und immer dieselbe Frequenz aufweist, erkennt der Hund diesen auch so perfekt. Das größte Problem, im Miteinander mit dem Menschen, ist für den Hund nämlich die Sprachbarriere. Oft gelingt es dem Hundehalter nicht, sich für den Hund klar und deutlich auszudrücken oder es gibt minimale Abweichungen in der Tonlage und Frequenz eines Kommandos, sodass der Hund dieses nicht sicher deuten kann. Eine Hundepfeife umgeht dieses Problem.

Weil die Hundepfeife immer gleich klingt, ist das Kommando für den Hund auch überall und jederzeit verständlich und besonders deutlich zu hören. Genau das ist auch der Grund, warum die Hundepfeife so gut funktioniert und oft auch besser als die klassischen Abrufsignale.

Lautlose Hundepfeife

Neben der klassischen Hundepfeife, gibt es auch noch die lautlose Hundepfeife. Diese ist tatsächlich etwas Besonderes, denn ihr Ton nutzt eine Frequenz, die im Ultraschall-Bereich anzusiedeln ist. Genauer gesagt, liegt der Ton zwischen 5.000 und 12.000Hz.

Noch effektiver wird die lautlose Hundepfeife, weil sich ihre Frequenz auf Wunsch sogar frei einstellen lässt. So können unterschiedliche Frequenzen, für unterschiedliche Kommandos gewählt werden. Das erhöht auch die möglichen Einsatzgebiete der lautlosen Hundepfeife.

Die lautlose Hundepfeife wird von vielen Hundehaltern aber vor allem deshalb so gerne genutzt, weil sie schlichtweg nicht hörbar ist. Sie stört somit weder den Nachbarn, noch die anderen Spaziergänger und auffällig ist sie ebenfalls nicht, sodass auch nicht jeder gleich mitbekommt, wenn der eigene Hund mit der Hundepfeife gerufen wird.

Hütehundepfeife

Im Gegensatz zur Hundepfeife, ist die Hütehundepfeife nicht dazu gedacht, als einfaches Rückrufsignal zu fungieren. Vielmehr soll die Hütehundepfeife das Pfeifen mit den Fingern, wie es die Schäfer früher vollzogen, erleichtern.

Der größte Unterschied zur Hundepfeife ist und bleibt, dass mit der Hütehundepfeife eine Vielzahl an Tönen erzeugt werden kann. Statt also nur einen, immer gleichen Ton auszugeben, wie es die Hundepfeife macht, werden mit der Hütehundepfeife ganz unterschiedliche Signale und Töne erzeugt, die alle auch etwas anderes bedeuten können.

Hütehundepfeife Einsatzgebiete

Wie der Name schon vermuten lässt, kommt die Hütehundepfeife natürlich bei Hütehunden zum Einsatz. Ihr Vorteil ist, dass sie viele verschiedene Töne erzeugen kann. Dies ist deshalb notwendig, weil Hütehunde, wie beispielsweise der Border Collie, innerhalb ihrer Ausbildung nicht selten mehr als fünf verschiedene Kommandos und Abläufe erlernen.

Diese Kommandos und Abläufe sollen mit der Hütehundepfeife zielgerichtet abgerufen werden. Weil im Normfall außerdem mehr als nur ein Hund aktiv ist, unter Umständen also zwei oder drei Hunde mit der Hütehundepfeife dirigiert werden wollen, sind die vielen Töne, die mit der Hütehundepfeife möglich sind, auch besonders wichtig, um einen effektiven Einsatz zu garantieren.

Hütehundepfeife Kommandos

Die Hütehundepfeife dient zum Abruf klassischer Signale, die beim Hüten von Schafen etc. verwendet werden und auch nur dort von Bedeutung sind. Trainiert werden kann grundsätzlich alles, jedoch empfehlen sich folgende Kommandos, die eine gute Grundlage für Hütehunde darstellen.

Natürlich gibt es hier keine Regeln, wann und welches Kommando, bei welchem Pfeifton der Hütehundepfeife absolviert werden soll. Jeder kann seinen Hütehund so trainieren, wie er es für richtig hält. Ob der Pfeifton nun andauernd und lang, kurz und schnell, besonders hoch oder eher tief ist, spielt so gesehen keine Rolle. Wichtig ist, dass die eigenen Hunde auf die Hundepfeife entsprechend schnell reagieren und die Kommandos perfekt beherrschen.

Hütehundepfeife verwenden

Eine weitere Besonderheit der Hütehundepfeife ist, dass es Anfängern oft schwer fällt, überhaupt einen Ton aus ihr herauszubekommen. Anders als bei der Hundepfeife, reicht das klassische Pusten nämlich nicht aus, um mit der Hütehundepfeife einen Pfeifton zu erzeugen. Hier also eine kleine Anleitung, wie ihr die Hütehundepfeife verwenden solltet.

  1. Nehmt die Hütehundepfeife in den Mund und presst sie zwischen eure Lippen. Das Pfeifenloch sollte sich im Mund befinden, die Hütehundepfeife muss dabei vor der Zunge gehalten werden. Das Ende zum festhalten bzw. das Ende, wo ein Loch für das Pfeifenband vorhanden ist, ragt heraus.
  2. Die richtige Position zu finden, ist bei der Hütehundepfeife enorm schwierig, vor allem beim ersten Mal. Achtet also gesondert darauf, dass das Pfeifenloch im Inneren wirklich frei liegt und die Zunge die hintere Kante der Hütehundepfeife berührt, jedoch dahinter liegt.
  3. Nun locker und leicht einen Luftstrom durch das Pfeifenloch blasen, um den Ton zu erzeugen. Dabei nicht krampfhaft vorgehen, aber auch nicht zu zart. Die Luft muss durch das Loch gleiten und nach vorne hin, an den Seiten der Hütehundepfeife austreten können. Eigentlich ganz einfach, in der Realität aber etwas »tricky«. Übung macht den Meister.

Wer die Schritte genau so absolviert und immer wieder seine Zungenposition und die Position der Hütehundepfeife kontrolliert, wird bald schon anständige Pfeiftöne erzeugen können. Meist dauert es dennoch eine Weile, bis die Hütehundepfeife korrekt beherrscht wird. Sie ist eben etwas völlig anderes, als die klassische Hundepfeife.

Hundepfeife nicht immer notwendig

Nicht immer ist eine Hundepfeife notwendig. Zwar erleichtert sie den Abruf bei vielen Hunden enorm, doch zwingend benötigt wird die Hundepefiefe natürlich nie. Manche Hundehalter schwören darauf, den Abruf lieber ohne Ton oder Pfeife zu absolvieren, andere Pfeifen einfach mit den Händen oder dem Mund, was natürlich ebenfalls wirkt und entsprechend konditioniert werden kann.

Der Vorteil einer Hundepfeife liegt letztendlich darin, dass sie ein besonders klares und immer gleiches Signal erzeugt, welches der Hund bestmöglich versteht. Das schließt Kommunikationsprobleme zwischen Hund und Halter aus. Natürlich ist die Hundepfeife auch einfach lauter als jeder Pfiff aus dem Mund, sodass sie selbst über weite Strecken hinweg und bei starker Ablenkung, vom Hund noch entsprechend genau wahrgenommen werden kann.

Die Hütehundepfeife hingegen eignet sich immer dann, wenn der Pfeifton den Hund nicht nur zurückrufen, sondern ihm mehrere Kommandos und Befehlsketten vermitteln soll. In solch einem Fall hilft nur die Hütehundepfeife, mit der problemlos viele unterschiedliche Signale und Töne erzeugt werden können, was mit der Hundepfeife so einfach nicht möglich ist.

Ob ihr euch am Ende für oder gegen eine Hundepfeife entscheidet, bleibt euch überlassen. Wir hoffen, wir konnten euch über das Thema aufklären und die Vor- und Nachteile einer Hundepfeife ein wenig genauer erläutern.