Hunde
Hundefotografie ist schwierig. Wir geben Tipps für aufregende Fotos und stellen Equipment für die Hundefotografie vor.

Hundefotografie

Hundefotografie ist nicht nur ein Hobby, es ist eine echte Leidenschaft. Wer einmal mit der Tierfotografie beginnt, hört so schnell nicht mehr auf. Warum? Weil es süchtig macht, all die Details und Tricks kennenzulernen, mit denen Bilder noch hübscher, noch eindrucksvoller, noch einzigartiger werden. Die gute Nachricht: Bei der Hundefotografie gibt es von solchen Tipps und Tricks eine ganze Menge und ausgelernt hat selbst der beste Fotograf noch nicht. Mit immer besseren Kameras und Objektiven, lassen sich auch immer stärkere Bilder erzeugen. Tipps und Tricks, Hinweise zum Equipment und die richtige Ausstattung für Anfänger wie Fortgeschrittene, findet ihr hier. Wir liefern euch eine ganze Seite, die sich ausschließlich der Hundefotografie widmet. Keine Sorge, viele der Hinweise sind speziell für Anfänger und Fortgeschrittene geschrieben, die Hundefotografie lernen, verstehen und schlussendlich auch meistern möchten.

Kameras & Equipment

Hundefotografie Tipps und Tricks

Für die Tierfotografie begeistern sich immer mehr Menschen, besonders aber für die Hundefotografie. Den eigenen Vierbeiner zu fotografieren macht nämlich nicht nur eine Menge Spaß, es schafft auch bleibende Erinnerungen. Es sind einzigartige Momente, die in Bildern eingefroren werden und somit für immer bestehen bleiben. Doch einfach so knipsen, das hat nichts mit Hundefotografie zu tun. Es müssen schon unscharfe Hintergründe entstehen, besondere Details entdeckt und eindrucksvolle Bewegungen abgelichtet werden. Beim Rennen, Spielen, Schnüffeln und Toben, auf der Wiese im grünen Gras oder im schattigen Wald. Einzigartige Bilder entstehen immer dann, wenn sich jemand mit Fotografie und dem eigenen Hund wirklich auseinandersetzt und das Ganze nicht nur oberflächlich betrachtet. Da braucht es auch gar nicht zwingend einen Hundefotograf. Wer die Tierfotografie als sein neues Hobby entdeckt, beginnt nämlich schnell darin zu versinken und lernt vieles besser zu verstehen. Kein Wunder, denn gerade in der Hundefotografie gibt es viel zu beachten und einige Besonderheiten, die allesamt schnelle Erfolge nach sich ziehen und daher motivieren am Ball zu bleiben und immer hübschere Fotos zu kreieren. Das Wichtigste zu dem Thema gibt es hier als gesammeltes Wissen. Lest einfach weiter und lernt die Hundefotografie ein genauer kennen.

Besonderheiten der Hundefotografie

Die Besonderheiten der Hundefotografie liegen im Detail. Hier geht es meist nicht darum, einfach nur Bilder zu schießen und die Ergebnisse dann bestmöglich zu bearbeiten, hier dreht es sich eher darum, die Einzigartigkeit des jeweiligen Hundes zu begreifen und seine Individualität zu finden, um diese anschließend bestmöglich auf einem Bild festzuhalten. Kleine Details sind es, die Tiere oft so unvergleichlich werden lassen. Kleine Details, die herausstechen und in der Hundefotografie auch nicht so einfach nachzuahmen sind. Solche Merkmale gilt es bei der zu finden. Ein guter Hundefotograf behandelt also nicht jeden Hund gleich, sondern versucht stets das Alleinstellungsmerkmal des jeweiligen Vierbeiners zu finden. Das ist in der Tierfotografie aber sowieso mit das Wichtigste. Wer jedes Tier einfach nur fotografiert und damit die immer gleichen Motive erzeugt, langweilt den Betrachter mit seinen Fotos nur. Das ist nichts Besonderes und gute Bilder machen kann heutzutage fast jeder, der modernen Technik sei Dank. Ein wirklich guter Hundefotograf knipst aber nicht nur hochwertige Fotos, er findet das Individuelle in seinen Motiven. Er findet einzigartige Kameraperspektiven, die den Hund plötzlich ganz anders als sonst aussehen lassen. Er macht Bilder, die selbst den Halter noch verblüffen, weil dieser so neue Seiten seines Hundes kennenlernt. Details, die nur in bestimmten Winkeln und Zoomstufen sichtbar werden, kommen bei guter Hundefotografie erst ans Tageslicht. Sei es nun ganz nah oder in schneller Bewegung, jedes Foto muss eine neue Sichtweise liefern. Hundefotografie bedeutet also immer auch auf Kleinigkeiten zu achten. Dinge am Tier zu entdecken, die nur durch die Kamera oder die verschiedenen Betrachtungswinkel sichtbar werden. Wer das beachtet, dem gelingt die Tierfotografie. Wer immer nur die selben Motive knipst, nur weil sie gut ankommen, wird die Hundefotografie dagegen nie meistern.

Hundefotografie Equipment

Nicht jeder möchte eine Spiegelreflexkamera nutzen. Zum einen sind die Kameras, zumindest wenn sie etwas taugen sollen, entsprechend teuer, zum anderen ist die Verwendung ein wenig komplizierter als es bei den besseren Digitalkameras der Fall ist. Dazu kommt noch, dass eine schlechte Spiegelreflexkamera oft minderwertigere Aufnahmen liefert, als eine besonders gute Digitalkamera. Auch die Objektive sollten nicht unterschätzt werden, denn selbst wenn es Allround-Objektive gibt, so sieht das Konzept der Spiegelreflexkamera dennoch vor, dass ihr für jeden Anwendungszweck ein separates Objektiv bereithaltet. Darin liegt letztendlich immerhin der große Vorteil von Spiegelreflexkameras. Dank verschiedener Objektive, sind sie für jeden Einsatzzweck ideal gerüstet, während Digitalkameras vieles automatisch erledigen und daher im Detail weniger angepasst werden können. Es gibt auch noch sogenannte Bridge- und Systemkameras, doch für uns gibt es eigentlich nur ein Entweder-Oder. Entweder ihr wollt bei der Hundefotografie schnelle, einfache Aufnahmen erzeugen, dann ist die Digitalkamera ideal für euch geeignet. Oder ihr möchtet viele Faktoren selbst einstellen und mit mehreren Objektiven arbeiten, um jederzeit ein individuelles eurer Tierfotografie Ergebnis zu erhalten. Bei Letzterem ist die Spiegelreflexkamera sinnvoll. Alles dazwischen sind Hybride, die eigentlich niemand wirklich braucht. Zumindest unserer Meinung nach. Entweder sie sind bereits zu kompliziert, weshalb ihr wieder zur Digitalkamera wechselt, oder sie sind zu limitiert, sodass ihr früher oder später dann doch wieder eine Spiegelreflexkamera benötigt. Und weil das alles so schwierig ist, empfehlen wir euch hier noch unsere Lieblingsmodelle für die Hundefotografie, mit denen wir gute Erfahrungen machen konnten.

Canon G7X

Die Canon G7X war mal ein echter Geheimtipp und liegt nun als überarbeitete und sehr erfolgreiche Mark II Version vor. Die Kamera wurde an einigen Stellen deutlich verbessert und arbeitet nun auch effektiver, weshalb sie auch für die Hundefotografie interessant geworden ist. Im Vergleich mit Sony, arbeitet der Fokus sehr gut und auch Tiefenschärfe (f/1.8) ist mit der G7X Mark II problemlos zu erreichen. Sie erfordert abseits der Automatik ein wenig Übung, wie alle besseren Digitalkameras, ist dafür aber auch sehr zuverlässig und kann sogar als Videokamera eingesetzt werden, die Full HD Filme mit 60 Bildern pro Sekunde und maximal um die 35 Mbps aufnimmt. Ein toller Allrounder für die Hundefotografie.

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Canon 7D

Die Canon 7D überzeugt in der Hundefotografie vor allem mit ihrer rasend schnellen Serienaufnahme. So gelingen selbst Bilder in schnellen Bewegungen, was gar nicht so sebstverständlich ist und sich bei der Tierfotografie entsprechend bezahlt macht. In der Mark II Fassung ist die Canon 7D außerdem noch einmal deutlich optimiert und verbessert worden, unter anderem arbeitet der Autofokus nun noch genauer und vor allem auch deutlich schneller. In der Hundefotografie ist dies enorm wichtig, denn das Fokussieren in schneller Bewegung ist oft die eigentliche Herausforderung. Die Canon 7D Mark II ist hier also die ideale Kamera, zu einem durchaus fairen Preis in diesem Qualitätssegment.

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GoPro

Klingt jetzt komisch, aber mit der GoPro lassen sich Hunde wunderbar in Bewegung filmen. Fotos sind mit der GoPro zwar auch möglich, doch vor allem Videos, während Hunde rennen oder im Wasser toben, sind mit der kleinen Kamera wirklich beeindruckend. Wer mal das Ergebnis solcher GoPro-Videos sehen möchte und nicht nur auf Hundefotografie beschränkt sein will, der kann sich dieses Video (https://vimeo.com/127716808) mal genauer ansehen und möchte danach wahrscheinlich sofort selbst so eine Kamera. Die kleine Actioncam hat noch einen weiteren Vorteil, denn mit ihr erstellen selbst Anfänger coole Clips ihres Vierbeiners und zwar komplett ohne Vorwissen. Die GoPro ist in dieser Beziehung wirklich idiotensicher.

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24-105mm Objektiv

Objektive können sehr schnell deutlich teurer als die eigentliche Kamera werden. Gerade wenn das Objektiv besonders lichtstark sein soll, also unscharfe Hintergründe erwünscht sind, wird es mit einem entsprechendem Zoom etc. nur selten unter tausend Euro gehandelt. Das 24-105mm Objektiv von Canon dagegen, ist ein sehr guter Allrounder. Klar, der Zoom hält sich in Grenzen, dafür ist es aber lichtstark genug und im Preisbereich eher unten angesiedelt. Der Vorteil bei diesem Modell ist, dass es sich für fast alle Arten von Hundefotografie eignet und es daher perfekt für die Tierfotografie ist, gerade wenn ihr nur ein Objektiv und nicht mehrere nutzen wollt. Einen Blick sollten Hundefotografen jedenfalls ganz sicher darauf werfen.

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Einbeinstativ

Ohne Stativ muss die Kamera bei der Hundefotografie deutlich mehr arbeiten als mit Stativ. Selbst kleine Wackler oder Bewegungen, können das finale Bild somit stark beeinflussen und sogar verschlechtern. Das Einbeinstativ ist unkompliziert nutzbar und muss nicht immer erst aufgebaut werden. Einfach die Kamera montieren, ausfahren und wie einen Spazierstock mitnehmen. Kommt dann der Moment des Fotos, wird das Bein einfach auf dem Boden abgestellt und sorgt so bereits für mehr Stabilität während der Aufnahme. Das geht schnell, ist äußerst praktisch und vor allem kein bisschen störend. Perfekt also für gelungene Hundefotografie.

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Dreibeinstativ

Das Dreibeinstativ ist der Klassiker unter den Stativen. Es sorgt für viel Stabilität und einen festen Stand. Besonders wertvoll ist es nicht nur, um Verwackler zu vermeiden, sondern auch um eine feste Position zu erhalten. Durch den sicheren Stand werden alle Fotos aus exakt dem gleichen Blickwinkel geschossen und ist der perfekte Winkel erst einmal gefunden, kann sich ganz auf das Foto konzentriert werden, ohne erst jedesmal wieder in die richtige Position gehen zu müssen. Hundefotografie wird damit wirklich um einiges einfacher, vor allem wenn es um geplante Shootings an festen Positionen und in bestimmen Situationen geht.

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Unscharfe Hintergründe erzeugen

Das was viele an der Hundefotografie zu schätzen wissen, ist der Unscharfe Hintergrund. Also wenn das Motiv scharf, alles andere aber unscharf und verschwommen erscheint. Ein wunderbarer Effekt, der in der Fachsprache häufig auch Bokeh genannt wird. So etwas bekommen die meisten Anfänger nicht vernünftig hin und genau deshalb sind Hundefotografen so beliebt. Einmal ein wirklich schönes Foto vom eigenen Vierbeiner haben, wo nur der Hund im Vordergrund wirklich scharf ist, der Hintergrund dagegen komplett verschwimmt. Der Fokus ist so ganz klar auf dem Tier, besondere Details fallen plötzlich auf. Die sogenannte Tiefenschärfe ist in der HUndefotografie eine große Herausforderung, dabei ist sie eigentlich ganz einfach zu erzeugen, selbst mit besseren Digitalkameras. Schauen wir uns also mal an, wie der unscharfe Hintergrund eines Bildes eigentlich entsteht bzw. welche Funktionen und Eigenschaften einer Kamera dafür im Detail verantwortlich sind.

Für das Bokeh in der Hundefotografie, gilt es vor allem das Thema der sogenannten Blende zu verstehen. Die Blende einer Kamera schließt und öffnet sich. Sie ist dafür verantwortlich, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Ist die Blende offen, scheint das komplette Licht hinein. Wird die Blende dagegen geschlossen, wird auch der Lichteinfall stark reduziert. Um die Funktion der Blende besser zu verstehen, müssen wir das ganze auf unser Auge übertragen. Wer mit weit geöffneten Augen in die Ferne sieht, erkennt meist nur wenig. Die Sonne blendet, das Licht schmerzt und so bleibt euch nichts anderes übrig, als die Augen etwas zusammenzukneifen. Das wiederum führt dazu, dass ihr plötzlich doch wieder etwas erkennt und wahrnehmen könnt. Scharf und deutlich. So funktioniert in etwa auch die Blende einer Kamera. Es ist zwar noch ein wenig komplexer, aber zum Verständnis hilft der Vergleich mit dem zugekniffenen Auge durchaus. Desto mehr die Augen geschlossen werden, desto mehr erkennt ihr in der Ferne. Desto offener eure Augen sind, desto weniger erkennt ihr in der Ferne und desto mehr werdet ihr vom Licht der Sonne geblendet. Die offene Blende ist demnach auch verantwortlich für unscharfe Hintergründe. Die Bilder unten verdeutlichen, wie die verschiedenen Einstellungen der Blende eigentlich funktionieren und wie sich diese auf dem Foto bemerkbar machen. Weiter unten im Text folgt die Erklärung dann noch einmal im Detail, für alle die es interessiert. Jetzt gibt es erst noch ein Anschauungsbild, welches die Unterschiede der Blende noch einmal verdeutlich. Damit die Bilder wirklich unter komplett identischen Bedingungen entstehen konnten, haben wir uns für einen Hund aus Plastik entscheiden. Der ist zwar lange nicht so schön, bewegt sich aber eben auch nicht und daher gibt es bei allen drei Aufnahmen keinerlei Unterschiede. Vollkommen gleiche Bedingungen, bei variablen Blendeneinstellungen.

Das Problem bei vielen Kameras ist, dass Kit-Objektive oder die Einstellungen der Digitalkamera, gar keine geringen Blenden zulassen. Wer unscharfe Hintergründe möchte, muss also darauf achten ein entsprechendes Objektiv auszuwählen. Die Blendenzahl wird mit F-Werten angegeben. Je geringer dieser Wert, desto besser für unscharfe Hintergründe. f/1.2 wäre beispielsweise ein Traum, doch auch im Bereich f/1.8 oder f/2.0 lassen sich noch schöne Unschärfen erzeugen. Das geht heutzutage auch durchaus mit guten Digitalkameras, es muss also gar nicht zwingend eine Spiegelreflexkamera sein, wie viele Anfänger immer glauben. Wichtig ist nur, dass ihr zum einen auf die Blende achtet, zum anderen aber auch ein paar Tipps und Tricks befolgt. Die gibt es jetzt im nächsten Absatz und sie helfen euch, unscharfe Hintergründe in euren Fotos zu erzeugen, selbst wenn ihr nicht die beste und teuerste Kamera besitzt. Aber zuerst noch das versprochene Foto, welches die Blendeneinstellungen bei der Hundefotografie zeigt.

Tipps und Tricks für unscharfe Hintergründe

Zunächst einmal wechselt ihr mit eurer Kamera in den AV-Modus, denn nur dort lässt sich die Blende frei auswählen, während andere Einstellungen (ISO-Wert etc.) immer noch automatisch korrigiert werden. Ihr wählt hier nun die kleinste Blende aus, um die größtmögliche Unschärfe im Hintergrund zu erzeugen. Eigentlich ganz einfach. Jetzt ist es wichtig, das Motiv so nah wie möglich an die Kamera heranzuholen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Hintergrund entsprechend weit entfernt ist. Fotografiert den Hund also nicht direkt vor einem Baum, sondern geht lieber viele Meter mit ihm zurück, sodass der Baum zwar im Hintergrund bleibt, aber einen entsprechenden Abstand zum Motiv bzw. Hund aufweist. So erreicht ihr schnell einen unscharfen Hintergrund, ohne besonders teure Technik zu benötigen.

Je nach Kamera und Objektiv, hilft es auch besonders stark heranzuzoomen. Bei der Hundefotografie sind Festbrennweiten oft von Vorteil. 200mm sind nahezu ideal, leider aber auch entsprechend teuer. Je näher ihr am Hund dran seid und je weiter der Hintergrund vom Hund entfernt ist, desto schöner und eindrucksvoller wird der Unschärfe-Effekt bzw. das Bokeh im Bild. Am besten also den Zoom voll ausnutzen und/oder mit der Kamera nah am Motiv bleiben. Doch Vorsicht: Je nach Objektiv oder Digitalkamera kann es sein, dass niedrige Blendeneinstellungen in hohen Zoomstufen nicht mehr verfügbar sind. In diesem Fall hilft es daher nur, besonders nah mit der Kamera an den Hund heranzugehen.

Zusammengefasst heißt das: Ein schönes Bokeh, also einen unscharfen Hintergrund, erhaltet ihr in der Hundefotografie immer dann, wenn ihr eine besonders lichtstarke Kamera oder besser noch eine Spiegelreflex mit lichtstarkem Objektiv besitzt. Je offener die Blende ist, also so kleiner die Zahl, desto unschärfer werden die Hintergründe im Foto später aussehen. f/1.2 Objektive sind sehr teuer, aber f/1.8 Objektive tun es meist auch. Um den Effekt zu verstärken oder Schwächen des Objektives bzw. der Digitalkamera auszugleichen, empfiehlt es sich den Zoom voll ausnutzen und mit der Kamera möglichst nah an das Motiv zu gehen. Der Hintergrund sollte außerdem den größtmöglichen Abstand zum Hund besitzen. So erreicht ihr einen unscharfen Hintergrund, auch mit günstigen Kameras und preiswerten Objektiven.

Mit den Hinweisen von dieser Seite, ist die Hundefotografie gar nicht mehr so komplex wie sie zunächst scheint. Auch der erhoffte unscharfe Hintergrund (das Bokeh), ist mit den richtigen Tipps und Tricks relativ einfach umzusetzen. Selbst die besseren Digitalkameras kriegen das heutzutage schon hin und besonders empfehlenswerte Kameras und Objektive, die genau das perfektionieren, haben wir weiter oben bereits empfohlen. Das sind persönliche Empfehlungen, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben und die sich in der Hundefotografie etablieren konnten. Aber am besten macht ihr eure eigenen Erfahrungen.

12 Tipps für perfekte Hundefotografie

Hundefotografie nur darauf zu reduzieren, ein guter Fotograf zu sein, ist einfach falsch. Natürlich hilft Erfahrung immer und überall, um einfach noch mehr aus einem Foto herauszuholen, doch sie ist keine Grundvoraussetzung für gelungene Momentaufnahmen oder eindrucksvolle Bilder. Wenn ihr euren Hund fotografieren möchtet, braucht ihr also gar kein besonders teures Equipment. Zumindest nicht zwingend und wenn ihr einige sehr wichtige und wertvolle Tipps und Tricks bezüglich der Hundefotografie beachtet, mit denen die eigenen Fotos noch eindrucksvoller werden. Wir haben zwölf ziemlich geniale Tipps für euch gefunden, die unerlässlich sind, um atemberaubende Hundefotos zu schießen. Doch lest einfach selbst und lernt die Hundefotografie zu meistern.

1. Stabilität ist wichtig

Die Kamera auf einem Stativ zu montieren, wirkt wahre Wunder, um die Qualität von Fotos stark zu verbessern. Der Grund dafür ist so simpel wie einfach. Ist die Kamera an einem fixen Punkt angebracht, gibt es keine Verwackler mehr, nicht einmal minimal. So kann die Kamera perfekt arbeiten und die Aufnahmen sind qualitativ besonders hochwertig. Unterschätzt diese kleine Hilfe nicht. Und wenn ihr keine Lust habt, extra ein Stativ zu kaufen, legt die Kamera zumindest ab oder lehnt euch selbst an einem Baumstamm. Jede Stabilisierung hilft dabei das Foto zu verbessern, denn so muss die Kamera weniger Fehler ausgleichen und arbeitet insgesamt einfach sauberer und effektiver. Außerdem habt ihr bei einem Stativ einen festen Punkt für die Kamera und braucht bei gezielten Motiven nicht immer wieder nachjustieren. Das Stativ wird häufig unterschätzt, ist aber ein extrem wertvolles Zubehör in der Hundefotografie.

2. Licht, Licht, Licht

Kameras brauchen Licht. Nicht ein bisschen, sondern so viel wie nur irgendwie möglich. In der Hundefotografie sorgt das Licht außerdem für einen besonders schönen Glanz von Fell und Augen und ist daher umso wichtiger. Nutzt die sogenannte Golden Hour. Das ist die Stunde während des Sonnenauf- bzw. untergangs. Dort ist das Licht meist am stärksten, vor allem aber am schönsten. Falls ihr als Hundefotograf besonders professionell arbeitet oder einen starken Glanz in den Augen erzielen wollt, könnt ihr außerdem eine Hilfsperson mit einem Reflektor in der Nähe des Hundes positionieren, die hiermit schlecht ausgeleuchtete Stellen korrigieren kann. Doch am wichtigsten ist wirklich die Golden Hour, denn wie der Name bereits so treffend sagt, ist das Licht zu diesem Zeitpunkt regelrecht ein goldener Schimmer, der jedes Foto perfektioniert und selbst schlechte Aufnahmen, durch einzigartige Lichtstimmungen, zu etwas sehr Besonderem werden lässt. Gerade die Abendsonne kann für Ruhe im Bild sorgen, während der Sonnenaufgang oft aktiv und voller Energie erscheint.

3. Geduld ist alles

Egal ob Hundefotografie oder Fotografie allgemein, Geduld ist wirklich alles. Erwartet nicht, dass euer erstes Bild sofort das erhoffte Meisterwerk wird. Denkt nicht, dass der Hund immer in der richtigen Stimmung ist und tut was er soll. Gerade bei der Hundefotografie kommt es oft darauf an, den Hund eben nicht künstlich unter Druck zu setzten, sondern ihn gezielt mit Leckerlies und Spielzeug zum mitmachen zu motivieren. Am Ende ist es trotzdem so, dass von einhundert Aufnahmen, meist nur ein oder zwei wirklich herausragende dabei sind. Das ist allerdings völlig normal und deshalb gilt es beim Shooting eben auch geduldig zu warten, bis eine einzigartige Situation entsteht. Oft knipst ihr dies und jenes und plötzlich erkennt ihr eine besondere Mimik und habt das erwähnte Meisterwerk. In der Hundefotografie ist Geduld einfach alles und Zwang oder Druck sind pures Gift. Vergesst das nie, denn sonst wird es schnell steif und verkrampft und das macht weder dem Hund, noch dem Halter oder Fotograf besonders viel Freude. Seid geduldig und macht immer das Beste aus jeder Situation, dann bekommt ihr auch euer gewünschtes Bild.

4. Findet die Details

Hundefotos sind immer dann am besten, wenn sie einzigartige Details des Tieres in den Mittelpunkt stellen. Denkt daran und findet in jedem Hund eine individuelle Eigenheit. Manchmal sind Aufnahmen von weit weg sehr eindrucksvoll, weil der Hund eine atemberaubende Körperhaltung zeigt. Ein anderes mal sind Nahaufnahmen, vielleicht sogar im Makrobereich (zum Beispiel der Augen oder Pfoten) besonders sehenswert. Nutzt alle Möglichkeiten von Kamera und Umgebung aus und findet Details, die nur durch Fotos sichtbar werden. Hundefotografie ist immer dann gut gelungen, wenn sie die Einzigartigkeit des jeweiligen Tieres widerspiegelt und nicht jedes Bild wie das andere aussieht. Denkt daran und versucht nicht einfach nur den Hund zu fotografieren, sondern in dem Hund das gewisse Etwas zu finden. Macht das sichtbar, was eigentlich unsichtbar bleibt. Zeigt etwas, was auf den ersten Blick nicht auffällt. Das ist gelungene Hundefotografie und das wünschen sich auch die Hundehalter.

5. Kennt eure Kamera

Ein Tipp, den viele immer noch unterschätzen: Lernt eure Kamera kennen. lernt sie auswendig. Die Hundefotografie ist relativ anspruchsvoll und erfordert häufig ein Umdenken des Gewohnten. Blitzschnell müssen Objektive getauscht und/oder Einstellungen verändert werden, um der neuen Situation gerecht zu werden und diesen einen, so kurzen Moment, schnell auf einem Foto festhalten zu können. Ihr solltet daher eure Kamera genauestens kennen, die Modi entsprechend eingestellt und die passenden Objektive jederzeit zur Hand haben. Während des Shootings ist dafür keine Zeit, denn hier muss jeder Handgriff sitzen. Wer seine Kamera nicht in und auswendig kennt, versagt in den entscheidenen Situationen und verpasst die Fotos, die am wertvollsten sind. Es geht dabei oft nur um Millisekunden.

6. Gestaltet das Bild

Klingt simpel, wird von vielen Hundefotografen aber dennoch gerne vergessen. Gestaltet euer Bild und knipst nicht einfach nur drauf los. Ein Foto ist immer dann besonders hochwertig, wenn es durchdacht ist. Was befindet sich im Hintergrund, wie und welcher Teil des Hundes ist auf dem Bild zu sehen, welche Lichtverhältnisse herrschen? Hundefotografie lebt von gestalteten Bildern, die ganz besondere Eindrücke vermitteln und mit ihrem Hintergrund oder weiteren Elementen dafür sorgen, dass der Hund besonders gut in Szene gesetzt wird. Achtet also darauf euer Bild wirklich zu gestalten und knipst nicht einfach nur irgendwelche Situationen, die auf den ersten Blick sehenswert wirken. Komponiert vielmehr die Umwelt zu einem eindrucksvollen Gesamtbild. Manchmal bedeutet auch weniger mehr, sodass eine Reduzierung den größten Effekt hervorbringt. Leider neigen viele Anfänger in der Hundefotografie dazu, ihr Bild mit unnötigen Elementen zu füllen, zu stark zu bearbeiten oder zu viel Ablenkung darin zu platzieren. Besinnt euch auf das Wesentliche.

7. Findet die besondere Stelle

Hund im Wald, Hund auf der Wiese, Hund am Strand. Alles ziemlich langweilig, oder? Hund auf einem umgestürztem Baum, Hund auf der Wiese der einen Schmetterling beobachtet, Hund am Strand der mit dem Treibholz spielt. Das klingt schon spannender. Zusätzlich zum Punkt »Gestaltet das Bild« ist es auch wichtig die Orte des Shootings wirklich zu entdecken und zu nutzen. Am Strand gibt es mehr als nur Sand und im Wald mehr als nur Bäume. Vielleicht Aber auch einen besonders alten Baum, eine Stelle am Strand mit glänzenden Muscheln, oder ein Stein, auf welchem der Hund besonders imposant wirkt. Entdeckt die Orte an denen ihr fotografiert und fotografiert niemals das Offensichtliche. Jeder Ort hat seine geheimen Ecken und die gilt es in der Hundefotografie zu finden. Sonst sieht jedes Fotos aus wie das andere und langweilig sind die Bilder dann sowieso. Findet an jedem Ort eine einzigartige Stelle. Und selbst wenn der Ort für sich genommen schon sehr besonders ist, gibt es vielleicht trotzdem einen kleinen Bereich den noch niemand kennt. Wenn ihr diesen auf einem Foto festhalten könnt, habt ihr alles richtig gemacht. Wenn nicht, gibt es euer Foto längst von einem anderen Hundefotograf und es ist nichts besonderes mehr. Findet also die besondere Stelle. Immer und überall.

8. Der Fokus liegt auf dem Auge

Stellt den Fokus eurer Kamera bei jeder Aufnahme korrekt ein. Der Fokus sollte bei der Hundefotografie immer auf dem Auge liegen, da dort zwangsläufig der Blick hinfällt und Unschärfen entsprechend stark auffallen. Ein falscher Fokus fällt auf dem kleinen Display moderner Kameras oft nicht besonders auf, wird später dann aber häufig zum großen Problem, weil die meisten Bilder, auf denen falsch fokussiert wurde, schlichtweg nicht mehr zu gebrauchen sind. Gerade Anfänger unterschätzen dies oder vergessen schlichtweg manuell zu fokussieren. Der Autofokus treibt in der Hundefotografie bzw. bei Hunden aber oft seinen Schabernack. Achtet daher immer noch einmal darauf, die richtige Stelle im Fokus zu haben. Oft sind das eben die Augen des Hundes, zumindest wenn ihr nicht gerade gezielte Aufnahmen von Pfoten oder anderen Körperteilen anfertigt.

9. Neue Perspektiven und Blickwinkel

Hundefotografie kann spannend sein und das ist sie vor allem dann, wenn ihr Blickwinkel findet, die eigentlich eher unüblich sind, den Hund aber auffällig hübsch oder eindrucksvoll darstellen. Egal ob vom Boden, quer durch einen Busch oder Baum hindurch, mit etwas Gras vor der Linse oder auch schräg über das Fell eines anderen Hundes hinweg. Ideen für Perspektiven gibt es genug und einzigartige Blickwinkel, machen jedes Fotos zu einem echten Unikat. Außerdem sieht der Hund so oft ganz anders aus als die Halter ihren Vierbeiner kennen, weshalb die außergewöhnlichen Blickwinkel auch für einen gewissen Aha-Moment in der Hundefotografie sorgen. Sucht also gezielt nach neuen Perspektiven. Selbst wenn ihr glaubt, es gäbe schon alles, dem ist meist nicht so. Bei jedem Hund gibt es spezielle Blickwinkel, die einfach eine perfekte Wirkung erzielen. Sucht diese Blickwinkel, fotografiert sie und erschafft daraus neue stimmungsvolle Bilder.

10. Ködern und unterhalten

Wer den besonders wachsamen Blick des Hundes auf seinen Fotos vermisst, der sollte mit Leckerlies und dem Lieblingsspielzeug dafür sorgen, dass der Vierbeiner entsprechend motiviert ist. Ideal ist hier etwas, was es sonst wirklich niemals gibt. Eine leckere Wurst zum Beispiel, von der euer Hund einfach nicht genug bekommt. Am besten arbeitet ihr hier mit einer Hilfsperson, die den Hund anleitet und immer wieder mit Leckereien motiviert, seine schönsten Posen zu zeigen. So könnt ihr euch selbst vollständig auf die Hundefotografie konzentrieren, während jemand anderes den Vierbeiner anleitet und so positioniert, wie er sich für das Foto zeigen soll. Das empfiehlt sich bei der Hundefotografie allerdings sowieso, denn alleine ist es kaum möglich einen Hund derart gut im Griff zu haben, dass jede gewünschte Pose auch erreicht und fotografiert werden kann. Ködern und unterhalten ist jedenfalls das Motto, denn nur wenn der Hund wirklich Spaß hat, wirken die Aufnahmen hinterher auch stimmig.

11. Immer den Ausschnitt beachten

Schonmal etwas vom goldenen Schnitt gehört? Oder von dem Drahtgitter, was einige Kameras gerne mal zur Orientierung einblenden? Die Rule of Third? Es ist immer hilfreich nach Regeln der Fotografie zu arbeiten, denn viele Grundregeln haben tatsächlich ihre Daseinsberechtigung. Ihr müsst sie nicht immer blind befolgen, doch sie helfen euch Standards besser zu verstehen und Bilder zu erzeugen, die auch wirklich beeindrucken. Blickt der Hund nach Links, sollte er sich zum Beispiel auch am rechten Bildrand befinden. Der Bildausschnitt entscheidet am Ende darüber, wie ein Foto wirkt und wie eindrucksvoll es ist. Unterschätzt das nicht und achtet darauf. Mein Tipp wäre, dass ihr zunächst einmal ein Standardwerk der Fotografie studiert, in welchem euch alle grundlegenden Regeln erklärt werden. Wer sich mit Fotografie beschäftigt, hat so eine Kleinigkeit zu lesen und lernt die Leidenschaft besser zu verstehen. Außerdem habt ihr mit so einem Buch schnell die wichtigsten Grundregeln verinnerlicht, die ihr dann direkt beim nächsten Shooting und in der Hundefotografie einsetzten könnt.

12. Bequemlichkeit ist euer Feind

Wer wirklich hochwertige Fotos machen möchte, der darf nicht der Bequemlichkeit nachgeben. Achtet darauf, nicht nur aus Faulheit euer Equipment liegen zu lassen. Gerade im Sommer scheuen sich viele vor einem schweren Rucksack und nehmen dann doch nur die Standardausrüstung mit. Kaum unterwegs, braucht es dann aber häufig das Stativ oder ein spezielles Objektiv und schon kann ein Foto nicht mehr so fotografiert werden, wie es eigentlich sollte. Bequemlichkeit ist euer Feind. Gute Fotografen wollen herausragende Fotos machen und das bedeutet oft auch einiges an Equipment mitzuschleppen. Gewöhnt euch also daran, immer eine gut gepackte Allround-Tasche parat zu haben und nehmt diese auch wirklich mit. Ja, es ist manchmal lästig und nervig, aber dafür werden die Fotos eben auch entsprechend hochwertig. Faulheit ist für die Hundefotografie ein großer Feind, denn oft müsst ihr viel Equipment mitzuschleppen und auch schonmal klettern oder euch verrenken, um das bestmögliche Foto des Hundes zu schießen. Aber das macht schlussendlich auch den Spaß aus. Es ist eben mehr als nur Geknipse mit einer Kamera. Es ist die Jagd nach perfekten Fotos und einzigartigen Blickwinkeln.

Hundefotografie erfordert Geduld

Auch wenn wir den Punkt bereits innerhalb der Tipps und Tricks abgearbeitet haben, müssen wir hier dennoch erneut darauf eingehen. Warum? Weil Geduld mit der wichtigste Aspekt hochwertiger Hundefotografie ist. Allgemein erfordert die Tierfotografie einfach eine Menge Geduld. Ein Hund macht eben nicht immer das was von ihm erwartet wird. Oder aber er hat an dem Tag einfach keine Lust. Auch Hunde haben mal schlechte Laune und vielleicht fehlt ihm am Tag des Shootings ausgerechnet der Glanz in seinen Augen. Auf Krampf oder mit Druck, kommt ihr bei der Hundefotografie also nicht weit. Vielmehr gilt es oft geduldig zu sein. Nehmt euch die Zeit, gebt dem Hund die Zeit, fordert nicht nur, sondern macht auch mal Pausen. Und selbst wenn ihr all die Tipps und Tricks beachtet, die wir euch weiter oben gegeben haben, bedeutet das noch lange nicht, dass ihr sofort perfekte Fotos schießt. Oft braucht es erst hunderte von Fehlschlägen, bevor der eine, magische Moment, wie durch Zufall auf Kamera festgehalten wird. Nehmt euch die Zeit, vor allem aber gebt sie euch und auch dem Tier. Den größten Fehler, den angehende Hundefotografen machen ist, sich selbst zu sehr unter Druck zu setzen bzw. zu hohe Erwartungen zu haben. Es dauert einfach, bis entsprechende Erfahrungen in der Hundefotografie gesammelt wurden und selbst wenn ihr alles richtig macht, braucht es oft viele Fotos, von denen nur eines voll und ganz überzeugen kann. Doch genau das macht einen Fotograf am Ende schließlich auch aus. Er knipst nicht wild drauf los und nimmt alles, sondern sucht gezielt nach fantastischen Momenten, Blickwinkeln und Eindrücken und nur diese werden später noch einmal nachbearbeitet, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Wer das verinnerlicht und versteht, hat die Hundefotografie wirklich verstanden.

Hunde sind ein schwieriges Motiv

Hunde sind ein schwieriges Motiv und neben der Voraussetzung von viel Geduld, müsst ihr euch darüber bei der Tierfotografie auch wirklich im Klaren sein. Viele Blickwinkel sehen gar nicht so gut aus, wie es zunächst scheint. Viele Perspektiven, sind für einige Hunderassen vollkommen ungeeignet. Probiert euch aus und betrachtet vor allem jeden Hund als individuelles Wesen. Bei der Hundefotografie gilt es in jedem Tier das Besondere zu sehen und keine Standardmotive zu produzieren, die jeder knipsen kann. Findet etwas Einzigartiges. Findet etwas, was nicht jeder sieht. Findet etwas, was selbst den Halter des Hundes noch überrascht. Das ist gar nicht so schwer wie es klingt, denn mit dem richtigen Objektiv oder durch den richtigen Betrachtungswinkel, verändern sich Eindrücke sehr schnell und oft entsteht ein regelrechter Aha-Moment, wenn ihr das Traummotiv plötzlich vor euch habt, nach dem ihr so lange gesucht habt. Genau das gilt es auch zu finden. Zumindest wenn ihr Bilder erzeugen wollt, die eben nicht ganz alltäglich sind. Das sind am Ende dann auch die schönsten Bilder.

Hundefotograf

Wer von einem guten Hundefotograf lernen möchte, kann auch entsprechende Workshops und Kurse besuchen. Allerdings ist dies mittlerweile eher zu einem Trend geworden, weshalb ihr vorsichtig bei der Auswahl sein solltet. Fotograf nennen kann sich heutzutage nämlich jeder, doch die wenigsten kennen sich mit der Technik dahinter wirklich aus. Noch weniger verfügen über die notwendige Erfahrung und sinnvolle eigene Theorien und Praxistipps. Gerade in Zeiten von Instagram und Youtube, glaubt fast jeder er wäre ein Fotograf, Filmemacher oder Kreativer, doch ihr werdet sehr schnell merken, wie wenig diese angeblichen Profis tatsächlich beherrschen. Gerade wenn ihr mal die Möglichkeit habt, euch mit einem wahren Kenner und Könner über Hundefotografie zu unterhalten, fällt auf wie wenig vom wichtigen Standardwissen bei Youtubern etc. vorhanden ist. Das soll jetzt nicht heißen, dass pauschal jeder Youtuber oder Instragram-Nutzer kein echter Fotograf ist. Es geht eher darum, dass ihr vorsichtig sein solltet, um nicht an den falschen zu geraten. Blender gibt es immer mehr als Könner und die Könner präsentieren sich meist eher ruhig und bescheiden, während die Blender und Möchtegern-Fotografen sich als die besten der Welt darstellen. Also Augen auf, wenn ihr einen Workshop oder Kurs besucht.

Wildtierfotografie

Wo die Hundefotografie bereits eine enorme Geduld erfordert, genau wie die Tierfotografie, geht die Wildtierfotografie hier noch einen Schritt weiter. Zwar tricksen viele auch herum, indem sie Wildtiere beispielsweise anfüttern, doch echte Fotografen und Tierfreunde sollten darauf verzichten. Vielmehr geht es bei der Wildtierfotografie darum, die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und Lebensweise zu erwischen, um diese Momente festzuhalten. Wie ein Einblick in eine fremde Welt und eine ganz andere Art von Alltag. Oft erfordert die Wildtierfotografie daher stundenlanges Warten und Verharren im Versteck, bevor die Tiere auch nur sichtbar werden. Doch selbst dann reicht häufig schon ein kleines Rascheln aus, um den Moment zunichte zu machen. Falls ihr bereits Erfahrungen mit der Tier- oder Hundefotografie gemacht habt und nun in die Wildtierfotografie einsteigen wollt, empfehlen wir euch einfach mal früh Morgens in den Wald oder auf die Felder zu gehen. Gerade Rehe sind für Anfänger ein relativ einfach zu fotografierendes Motiv, welches dazu noch eindrucksvoll aussieht. In der Wildtierfotografie empfiehlt es sich allerdings, genau wie in der Hundefotografie, ein vernünftiges Objektiv mit hoher Brennweite oder eine Kamera mit extrem starkem Zoom zu besitzen. Wer nicht nah genug herankommen kann, kommt auch oft nicht dazu, wirklich eindrucksvolle Bilder zu schießen und besondre Momente der Wildtiere festzuhalten. Neben dem starken Zoom, solltet ihr eure Kamera außerdem auch hier sehr genau kennen, um blitzschnell Korrekturen vornehmen zu können, bevor die scheuen Tiere wieder verschwunden sind. Zu guter Letzt braucht ihr noch passende Tarnung und ein gutes Versteck, denn Wildtiere riechen und sehen euch, noch lange bevor ihr sie selbst wahrnehmt. Eine kleine Bewegung reicht meist schon aus, um eine ganze Gruppe von Tieren zu verscheuchen.