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Können Hunde Corona bekommen? Wir klären, ob das Coronavirus (Covid-19) auch Hunde betrifft.

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Corona beim Hund

Das Coronavirus (Covid-19) zieht um die Welt und als Hundehalter fragen wir uns, ob auch der eigene Hund nun an Corona erkranken kann. Die Antwort darauf scheint erst einmal eindeutig, ist aber noch nicht ganz geklärt, weshalb wir euch hier alle derzeit verfügbaren Informationen zum Thema Corona beim Hund bereitstellen möchten.

Zunächst einmal die gute Nachricht: Sowohl das Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), als auch die World Health Organization (WHO), geben an, dass Hunde das Coronavirus (Covid-19) nicht direkt übertragen können. Das heißt, dass sich Hundehalter erst einmal keine weiteren Sorgen über Corona beim Hund machen müssen.

Allerdings kommen Coronaviren durchaus auch bei Haustieren vor, unterscheiden sich dann allerdings von den Erregern, die Menschen befallen. Mit dem aktuellen Coronavirus (Covid-19) haben sie ebenfalls nichts zu tun.

Vielmehr gibt es innerhalb von Corona verschiedene Stämme, die nicht so einfach zwischen den Spezies übertragbar sind. Dass sich das Coronavirus (Covid-19) nun erst an den Menschen und sofort an den Hund anpasst, halten Virologen deshalb für unwahrscheinlich.

Weitere Informationen zum aktuellen Stand der Forschung, bezüglich Corona beim Hund, gibt es in hier auf der Seite.

Coronavirus bei Tieren

Coronaviren sind bei Tieren keine Seltenheit. 2012 gab es beispielsweise das Mers-Coronavirus, welches an Dromedaren festgestellt wurde, die es wiederum auf Menschen übertrugen. Im Jahr 2004 gab es außerdem einen Sars-Ausbruch in China, der vor allem Zibetkatzen als Überträger ausmachte. Und auch bei Schweinen gibt es, ausgelöst durch Coronaviren, die sogenannte epizootische Virusdiarrhoe. Die Angst vor Corona beim Hund ist also nicht gänzlich unbegründet, sondern basiert darauf, dass es schon Coronaviren gab, die eben von Tieren übertragen wurden.

Im Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, wurde das Thema Corona bei Nutztieren und Tieren im Allgemeinen ebenfalls schon entsprechend behandelt. Es wurden sogar Studien zur Empfänglichkeit von Tieren gegenüber Sars-Cov-2 begonnen. Die Ergebnisse benötigen allerdings noch etwas Zeit und aktuell sieht es nicht danach aus, dass Tiere hier überhaupt zum Virusreservoir werden können.

In einem mehrseitigen Dokument klärt das FLI außerdem genauestens über den jetzigen Wissensstand auf. Auch dort wird noch einmal ganz klar gesagt, dass es keine konkreten Hinweise darauf gibt, dass Hunde ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen.

Festgehalten werden muss allerdings, dass all diese Informationen, auf dem derzeitigen Wissensstand basieren. Natürlich werden auch Hunde, Katzen und Nutztiere entsprechend stark beobachtet. Maßnahmen, wie eine Absonderung von Haustieren oder sogar eine Quarantäne, werden derzeit aber noch nicht ergriffen und scheinen erst einmal auch nicht sehr wahrscheinlich zu sein. Corona beim Hund ist also, zumindest derzeit, noch kein Thema.

Wichtiger ist es, ein wenig auf Nummer sicher zu gehen und die grundsätzliche Hygiene einzuhalten, auch was den eigenen Hund betrifft. In Zeiten von Corona solltet ihr euch also lieber nicht ständig von eurem Hund abschlecken lassen und somit auch darauf achten, dass die allgemeine Hygiene etwas stärker als üblich ausfällt.

Können Hunde Corona bekommen?

Inzwischen ist die Geschichte von Corona beim Hund soweit bekannt. In China wurde ein Hund, der in einem Haushalt mit Corona infizierten Menschen lebte, positiv auf das Virus getestet. Gefunden wurden dabei geringe Mengen genetisches Material des Erregers. Dabei bleibt allerdings offen, ob es sich nicht doch eher um eine Verunreinigung handelt, die durch die Coronaviren in direkter Umgebung stattgefunden hat.

Corona beim Hund schien nach diesem Fall erst einmal möglich, stellte sich aber als vermutlich falsch heraus, da das Tier keine Krankheitssymptome zeigte und in einer Quarantänestation entsprechend untersucht wurde. Wahrscheinlicher als Corona beim Hund ist also, dass es eine Verunreinigung beim Test gab, die fälschlicherweise für eine positive Anzeige von Corona sorgte.

Das ist auch deshalb logisch, weil es bislang keine weiteren Fälle gab und es ansonsten inzwischen Millionen infizierte Haustiere gäben müsste. Gerade in Deutschland sind Hunde oft ein ständiger Lebensbegleiter und dementsprechend hoch wäre die Zahl an mit Corona infizierten Hunden.

Obwohl es in Hongkong einen Fall von Infektion eines Hundes gegeben hat, gibt es bisher keinen Beweis dafür, dass ein Hund, eine Katze oder ein Haustier COVID-19 übertragen kann.

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Aktuell ist also eher nicht davon auszugehen, dass Hunde das Coronavirus übertragen oder überhaupt besitzen können. Auch deshalb, weil sich so ein Virus eben gerade erst an den Menschen angepasst hat, eine erneute Anpassung an den Hund dabei aber als eher unwahrscheinlich gilt.

Corona beim Hund ist deshalb eher eine Angst, als eine auf Tatsachen basierende Theorie. Mehr als den einen positiven Test, scheint es bislang auch nicht zu geben und wäre Corona beim Hund ein Thema, wären inzwischen weit mehr Hunde positiv getestet worden. Macht euch also keine Sorgen, Corona beim Hund scheint aktuell eher unwahrscheinlich zu sein.

Können Hunde Corona übertragen?

Laut WHO ist die Antwort recht eindeutig. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Tiere, speziell Hunde, Corona auf Menschen übertragen oder Menschen das Coronavirus auf ihren Hund übertragen können. Derzeit wird es vor allem über die Tröpfcheninfektion verteilt, also wenn ein Mensch in naher Umgebung hustet, atmet, redet, eben irgendwas macht, bei dem kleine Partikel seinen Mund verlassen, die das Coronavirus dann an jemanden in seiner direkten Umgebung weiterleiten, sodass dieser entsprechend erkrankt.

Da das Coronavirus allerdings an Oberflächen haftet, stellt sich die Frage, ob Corona beim Hund nicht auch über das Fell übertragen werden könnte. Auch wäre es möglich, dass der Hund seinen Halter freudig mit der Zunge begrüßt und ableckt und die Coronaviren dabei überträgt, wenn er dasselbe auch mit dem nächsten Gast oder Familienmitglied macht.

Verhindert werden sollte demnach, dass Hunde Kontakt zu Fremden oder Außenstehenden haben. Wird der Hund im Park gerne mal gestreichelt, achtet nun bitte ganz besonders darauf, genau das zu unterbinden. Auch das Abschlecken zur Begrüßung sollte nun nicht mehr stattfinden. Ein idealer Zeitpunkt, um mit dem Hund zu trainieren und ihm dies abzugewöhnen.

Auch wenn nicht ganz klar ist, ob und wie lange Coronaviren auf Oberflächen oder dem Hundefell überleben können, ist es ratsam, derzeit lieber vorsichtig zu sein, was Corona angeht. Die Hygiene beim Hund spielt da natürlich eine ebenso große Rolle, wie die eigene, schließlich verbringen Hundehalter viel Zeit mit ihren Vierbeinern und das gerne auch mal auf engstem Raum und mit viel Körperkontakt.

Hilft Hygiene gegen Corona beim Hund?

Auch wenn der Hund das Coronavirus nicht ohne Weiteres bekommen kann und seine Menschen somit auch nicht anstecken wird, wäre es durchaus denkbar, dass er Kontakt mit einer Infizierten Person hat. Vielleicht trägt der Nachbar, der euren Hund am Zaun immer so lieb streichelt, bereits Coronaviren in und um sich. Vielleicht die freundliche ältere Dame, die euch beim Gassi gehen im Park begegnet und so köstliche Leckerlis hat, die sie gegen Streicheleinheiten mit eurem Hund eintauscht.

Das Kontaktverbot bzw. die drastische Reduzierung aller Kontakte, gilt also nicht nur für euch, sondern auch für euren Hund. Schließlich ist nicht sicher, wie lange Coronaviren an Oberflächen überleben und wie und ob sie dort entsprechend übertragen werden können. Lasst euren Hund also lieber nicht von Fremden streicheln, so wie ihr selbst nun auch keine Hände mehr schütteln solltet. Corona beim Hund scheint zwar nicht wahrscheinlich, er könnte aber als Oberfläche einer Übertragung dienen.

Da das Coronavirus bei Haustieren nicht auftritt, jedenfalls nach aktuellem Kenntnisstand, ist es überflüssig, nun allerlei übertriebene Maßnahmen zu ergreifen. Gewaschen werden sollte der Hund zum Beispiel nicht öfter als unbedingt notwendig und wenn notwendig, dann nur mit einem schonenden Hundeshampoo.

Wichtiger ist da schon, dafür zu sorgen, dass euer Hund nicht plötzlich zum Tierarzt muss. Vergesst also nicht das Flohmittel für Hunde, welches gerade jetzt, im bevorstehenden Sommer, entsprechend wichtig sein dürfte, um einen Flohbefall gänzlich zu vermeiden. Ein Flohhalsband könnte, selbst wenn sonst darauf verzichtet wird, dieses Jahr ebenfalls Sinn ergeben, genau wie eine pünktliche Wurmkur für Hunde. Aktuell sollte jeder Tierarzt besucht nach Möglichkeit vermieden werden, eine entsprechende Vorsorge gegen Corona beim Hund wirkt da Wunder.

Am Ende kommt es also eher darauf an, Kontakte mit Fremden auch beim eigenen Hund zu vermeiden, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen (Flohmittel, Wurmkur) zu ergreifen und so schlussendlich auch effektiv zu verhindern, dass sich Coronaviren im Fell festsetzen, die von anderen übertragen oder aufgenommen werden. Jeder Besuch beim Tierarzt ist nun also mit einem Risiko verbunden und sollte, wenn irgendwie möglich, vermieden werden.

Zum Tierarzt gehen trotz Corona?

Tierärzte sind ebenso vom Coronavirus betroffen, wie Arztpraxen im Allgemeinen oder sogar Krankenhäuser. Na gut, nicht ganz so schlimm, aber Hundehalter sind auch nur Menschen, die das Coronavirus in sich tragen und zum Tierarzt bringen. Überall dort wo viel Durchgangsverkehr ist, also immer wieder neue Menschen aufeinandertreffen, besteht somit die realistische die Gefahr der Ansteckung. Dass es Corona beim Hund nicht gibt, hatten wir dabei schon geklärt, dennoch bleibt die Gefahr für Menschen.

Tierärzte haben zwar nicht geschlossen, setzen aber in der Regel spezielle und verhärtete Maßnahmen um, damit sie sich selbst, ihre Angestellten und die eigene Praxis vor Corona schützen. Das kommt auch Hundehaltern zu Gute.

Bei uns handhaben es viele Tierärzte so, dass Hundehalter nicht mehr ohne Weiteres die Praxis betreten dürfen. Stattdessen wird vorab bereits am Telefon besprochen, welche Krankheit oder welcher Fall vorliegt. Der Hund wird dann an der Tür abgegeben und vom Tierarzt entsprechend untersucht. Die Hundehalter selbst, dürfen nun nicht mehr mit in das Behandlungszimmer.

Eine gute und sinnvolle Idee, um Oberflächeninfektionen, beispielsweise an Türklinken oder anderen Objekten innerhalb der Praxis, so gut es geht zu vermeiden und das Coronavirus somit im besten Fall vor der Tür zu lassen. So gibt es auch kein Corona beim Hund und Halter sind ebenfalls entsprechend abgesichert.

Solltet ihr euch selbst nicht so gut fühlen, verzichtet bitte auf einen Gang zum Tierarzt, um beim kurzen Kontakt am Eingang niemanden anzustecken und somit zu gefährden. Das Coronavirus ist hochansteckend, was es so unheimlich gefährlich werden lässt. Aktuell sollten sich also nur noch Notfälle beim Tierarzt melden.

Kleinigkeiten, wie z.B. das regelmäßige Krallen schneiden, können und sollten also am besten selbst erledigt werden. Da Corona uns alle noch eine lange Zeit begleiten wird, empfiehlt sich nun auch ein Erste Hilfe Set für Hunde, um im Notfall zumindest die Erstversorgung gewährleisten zu können. Selbst der Zahnstein beim Hund ist relativ einfach selbst zu entfernen, das richtige Werkzeug und Hintergrundwissen vorausgesetzt.

Gassi gehen trotz Ausgangssperre?

Nachdem das Coronavirus um sich schlug, gab es schnell die ersten Ausgangssperren, um die Verbreitung der Pandemie aufzuhalten oder besser gesagt massiv zu verlangsamen. Gerade Hundehalter wurden daraufhin unsicher. Was darf ich noch? Ist der Spaziergang mit dem Hund überhaupt erlaubt? Dürfen Hunde miteinander spielen? Wie wichtig ist das Thema Corona beim Hund eigentlich?

Ausgangssperren betreffen nicht das tägliche Leben als solches. Ausgangssperren sollen dafür sorgen, dass Menschen nicht unnötig vor die Tür gehen, um das schöne Wetter zu genießen oder sich in den Park zu setzen. Spazierengehen mit dem Hund, Einkaufen im Supermarkt, all das ist also auch weiterhin erlaubt.

Der Hund sollte während dieser Zeit allerdings nicht frei herumlaufen dürfen, sondern an der Leine ausgeführt werden. Zumindest dort, wo viele Menschen sind, gilt nach wie vor absolute Leinenpflicht. Auch gilt es nicht in großen Gruppen Gassi zu gehen oder an jeder Ecke einen Plausch mit anderen Hundehaltern zu führen. Nach gilt es Sozialkontakte, so gut wie nur irgendwie möglich, entsprechend zu vermeiden.

Dabei geht es nicht um Corona beim Hund, sondern um das Coronavirus selbst. Die einzige Möglichkeit für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem, Corona bestmöglich zu überstehen, ist es, die Ausbreitung sehr stark zu verlangsamen. Dies gelingt aber nur, wenn Personen den Kontakt miteinander wirklich vermeiden. Auch der Hund sollte nicht ständig von Fremden gestreichelt werden, denn niemand weiß so genau, wer wo und wie den Erreger in sich trägt. Das Coronavirus kann sich, bis es weitere Erkenntnisse gibt, erst einmal an jeder Hand und jeder Türklinke befinden.

Gassi gehen ist also auch während der Coronakrise erlaubt, allerdings sollten auch dort alle nicht notwendigen Kontakte vermieden werden. Der Hundeplatz oder die Hundewiese ist für verantwortungsbewusste Hundehalter somit tabu. Nicht wegen Corona beim Hund, sondern wegen Corona beim Menschen und die Risiken, die damit verbunden sind.

Hund mit Corona beschäftigen?

Wie wir alle dieser Tage, wird auch der eigene Hund deutlich weniger erleben, als er es aus seinem Alltag bislang gewohnt ist. Viele Menschen arbeiten nun im Home Office, weshalb der Weg zur Arbeit und die vielen aufregenden Begegnungen und Kontakte währenddessen, nahezu vollständig entfallen. Andere Hunde oder Freunde kommen auch nicht mehr vorbei, aus Angst vor Corona beim Hund, und für den Hund selbst kehrt plötzlich eine ungewohnte Ruhe ein. Die kennt er nicht und so richtig zufrieden scheint er am Ende des Tages auch nicht zu sein.

Den meisten Hunden macht die Ruhe wegen Corona zum Glück nur wenig aus, da sie eh ein wenig zu viel erleben, wenn man so möchte. Doch gerade die, die Aktivität im Alltag gewohnt sind und somit auch brauchen, um ausgeglichen zu sein, fehlt der tägliche Trouble natürlich. Sie haben ein Problem damit, wenn Herrchen nur noch Zuhause sitzt und dort auch plötzlich mehr mit Arbeit beschäftigt ist, als mit allem anderen.

Besonders geeignet, um seinen Hund während der Coronakrise sinnvoll zu beschäftigen, sind Intelligenzspielzeuge für Hunde. Intelligenzspiele fordern zwar nicht körperlich, verlangen von dem Geist aber höchste Aufmerksamkeit. Kopfarbeit ist für Hunde äußerst anstrengend und während der Coronakrise daher eine gute Möglichkeit, für Abwechslung und Beschäftigung zu sorgen.

Wer einen Garten sein Eigen nennt, sollte nun vielleicht auch über ein kleines Agility Set nachdenken. Hier kann der Hund einem Parkour folgen, Tricks üben und sich gemeinsam mit seinem Herrchen konzentriert austoben. Bei Agility mischen sich Kopfarbeit mit körperlicher Anstrengung, ideal also, um den Hund zu beschäftigen, während das Coronavirus tobt. Agility Sets gibt es übrigens auch für den Indoor-Bereich. Auch wenn Corona beim Hund bislang nicht vorkommt, kann die Beschäftigung in den Vier Wänden eine gute Alternative zu langen Ausflügen sein.

So oder so, heißt es nun kreativ sein. Spaziergänge sind zwar weiterhin erlaubt, doch bei vielen Menschen verändert sich gerade eine Menge, weshalb die Hunde nun weniger ausgeglichen erscheinen. Vielleicht auch nur deswegen, weil Zuhause plötzlich nicht mehr ständig gespielt, sondern nun auch gearbeitet wird. Denkt also an euren Hund und beschäftigt ihn auch abseits der Spaziergänge.

Was ist das Coronavirus (Covid-19)?

Das Coronavirus gelangt zunächst einmal durch eine Tröpfcheninfektion in den Körper. Zwar kann es sich auch über Oberflächen, beispielsweise durch Berührung, verbreiten, doch wie lange das Coronavirus dabei stabil ist, also an den Oberflächen überlebt, ist bislang noch unklar. Sicher ist daher nur die Tröpfcheninfektion, also in direkter Nähe von Kranken oder durch Kontakt und Berührung von Augen, Nase und Mund.

Ist das Coronavirus im Körper angekommen, geht es vor allem in die Lunge und in den Darm, was es auch so gefährlich werden lässt. Gerade alte Menschen und Menschen, die unter eine Vorerkrankung leiden, bekommen dann schnell lebensbedrohliche Probleme. Auch deshalb, weil schon eine sehr geringe Anzahl von Coronaviren ausreicht, um großen Schaden anzurichten.

So befällt das Coronavirus unter anderem Epithelzellen und kopiert sich im Inneren der Zelle quasi selbst. Hat es sich erfolgreich vermehrt, zerstört es die Zelle, die daraufhin die Coronaviren freisetzt, die sich nun an den anderen Zellen festsetzen und dasselbe noch einmal machen. Die Coronaviren werden also immer nur mehr und durch ihre Menge wird das Problem für die Lunge größer und größer. Sie werden vom Körper nicht aufgehalten und auch die Medizin weiß derzeit noch nicht, wie sie die Coronaviren stoppen soll.

Das Tückische an Corona ist, dass es das Immunsystem verwirrt und im Inneren des Körpers für pures Chaos sorgt. Daraufhin greifen die sogenannten Neutrophile, die nun mittels Enzymen versuchen, alles zu zerstören, dabei aber leider recht kopflos vorgehen und auch dem eigentlich gesunden menschlichen Körper schaden. Hinzu kommen dann noch die sogenannten T-Killerzellen, die ebenfalls außer Kontrolle sind und Befehle an Zellen geben, sich zu zerstören. Leider auch an die gesunden Zellen. Die eigentlich guten Immunzellen, die den Körper schützen, werden also zu unserem eigenen Feind und zerstören in diesem Fall das Lungengewebe.

All das kann dafür sorgen, dass bleibende Schäden oder sogar lebensbedrohliche Zustände auftreten. Bei den meisten jedoch, werden die Zellen, die von Coronaviren befallen wurden, zerstört und beseitigt, sodass es vielen Menschen bereits nach kurzer Zeit wieder besser geht. Ohne starke Symptome oder ernste Probleme.

Große Gefahr birgt das Coronavirus daher vor allem bei älteren Menschen (über 60 Jahre) und Menschen mit einer Vorerkrankung. Auch wenn der Erkrankte bereits über ein geschwächtes Immunsystem verfügt, kann das Coronavirus lebensgefährlich für ihn werden. Denkt nur an all die Patienten, die gerade eine Chemotherapie hinter sich haben, eine Operation oder eine schlimme Krankheit. Für sie alle kann das Coronavirus den Tod bedeuten, weshalb man Selbiges nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, nur weil es einen selbst vielleicht nicht direkt betrifft.

Woher kommt das Coronavirus?

Corona beim Hund ist deshalb eine Angst, weil das Coronavirus selbst anscheinend von einer Fledermaus stammt. Der Vorgang, wenn ein Virus auf den Menschen überspringt, nennt sich dabei übrigens Zoonose.

Im Falle von Corona haben molekularbiologische Untersuchungen gezeigt, dass eng verwandte Viren bei Fledermäusen auftauchen. So waren sie auch der bekannte Reservoirwirt, beim 2003 erstmalig aufgetretenen Sars-Cov. Auch als 2012 das Mers-Coronavirus festgestellt wurde, waren Fledermäuse wieder mit von der Partie und so scheint es wahrscheinlich, dass sie auch diesmal als Wirt der Coronaviren fungieren.

Bei Sars-Cov, Sars-Cov-2 und Mers-Cov handelt es sich, wie schon erwähnt, um Zoonosen. Es sind also zwischen Tier und Mensch übertragbare Erreger. Im Falle des Coronavirus bleibt jedoch noch unklar, ob die Fledermäuse das Virus direkt auf den Menschen übertragen haben oder es zuvor noch es einen Zwischenwirt gab.

Ist Corona so etwas wie die Grippe?

Was immer wieder behauptet wird, dadurch allerdings noch lange nicht der Wahrheit entspricht, ist, dass das Coronavirus nur so schlimm wie eine Grippe wäre. Dem ist natürlich nicht so. Corona ist viel gefährlicher, auch wenn sich die Todesrate während einer laufenden Pandemie kaum genau feststellen lässt. Bekannt ist aber, dass Corona hochgradig ansteckend ist, viel ansteckender als die Grippe.

Deshalb kommt es auch darauf an, die Verbreitung des Coronavirus entsprechend zu verlangsamen, um ihr die Wucht zu nehmen. Nichts wäre bei einer Pandemie, wie jetzt mit Corona, schlimmer, als eine zu starke und zu schnelle Ausbreitung der Infektionen.

Dramatisch wäre das vor allem deshalb, weil die Todesrate dann beständig steigen würde. Zu viele gleichzeitig erkrankte, könnten vom Gesundheitssystem nämlich nicht mehr effizient versorgt werden. Es würden Atemgeräte fehlen, nötige Ausrüstung, Verbrauchsmaterialien und nicht zuletzt fachkundiges Personal, welches sich vielleicht selbst schon angesteckt hat und erkrankt ist.

Genau das ist in anderen Ländern tatsächlich schon der Fall. In amerikanischen Krankenhäusern zum Beispiel oder auch in Italien, wo das Coronavirus wild um sich schlägt. Überall dort fehlt es an Ausrüstung, vor allem Maschinen für die lebensnotwendige Beatmung, sind oft nicht vorhanden. Auch deshalb, weil alle wussten, was kommt, aber niemand so richtig auf den Ernstfall vorbereitet zu sein schien. In Deutschland kann das Gesundheitssystem ebenfalls zusammenbrechen, und zwar dann, wenn zu viele Menschen gleichzeitig an Corona erkranken.

Warum ist die Verlangsamung der Pandemie wichtig?

Wie eben schon verdeutlicht, würde eine zu schnelle Pandemie das Gesundheitssystem überlasten. Es wäre nicht mehr möglich, alle Erkrankten zu retten, weshalb entschieden werden müsste, wer eigentlich gerettet wird und wer nicht. Weil wir diese Entscheidung selbstverständlich nicht treffen wollen, muss alles daran gesetzt werden, die Ausbreitung zu verhindern und somit zu verlangsamen.

Genau deshalb ist es so wichtig, dass Menschen keine unnötigen Gruppen bilden. Keine Corona-Partys feiern und das Thema ernst nehmen, statt sich mit Freunden zu treffen oder einfach so weiterzumachen, wie bisher. Wer die Ausbreitung jetzt nicht verhindert, ist mehr oder weniger Mitschuld daran, wenn andere geliebte Menschen verlieren, die an Corona erkranken und daraufhin sterben. Denn wir alle können etwas tun, und zwar, indem wir einfach nur drinnen bleiben und Kontakte vermeiden.

Das ist auch deshalb so wichtig, weil es gegen das Coronavirus derzeit noch keine Impfung gibt. Kein Mittel. Keine Pille. Keine schnelle Lösung, die alles vereinfachen oder beseitigen würde. Wenn Corona beim Hund plötzlich doch eine Rolle spielt, stehen auch Hundehalter vor diesem Problem.

Fakt ist, dass Wissenschaft und Pharmaindustrie gerade akribisch zusammenarbeiten, forschen und täglich neue Erkenntnisse über das Coronavirus und dessen Bekämpfung sammeln. Trotzdem wird es vermutlich noch recht lange dauern, bis ein entsprechender Wirkstoff gefunden wurde. Genau diese Zeit gilt es zu überbrücken, indem möglichst wenige Infektionen stattfinden und Corona in Ruhe erforscht werden kann.

Hilft Hygiene gegen das Coronavirus?

Da es derzeit noch kein Impfstoff und kein Medikament gegen das Coronavirus gibt, hilft nur die gründliche Hygiene, um die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen. Dabei ist übrigens gar kein starkes Desinfektionsmittel notwendig. Diese sollten privat sogar vermieden werden, damit sie dort verfügbar sind, wo sie wirklich gebraucht werden, nämlich im Krankenhaus oder bei Ärzten.

Einfaches Händewaschen reicht außerdem vollkommen aus, um Coronaviren zu entfernen. Corona bzw. seine Hülle besteht nämlich zum Großteil aus Fetten, die wiederum mit Seife abgewaschen werden können. So wird das Coronavirus zerstört und mittels Reibung vernichtet. Wichtig ist dabei nur, das Händewaschen entsprechend ernst zu nehmen.

Die Grundregel lautet: mindestens 20 Sekunden lang Händewaschen. Kindern kann dies mit dem Song Happy Birthday vermittelt werden. Zwei mal gesungen, ergibt sich ungefähr dieselbe Zeit. Wer also keine Uhr hat, singt einfach zweimal Happy Birthday und wäscht die Seife anschließend mit Wasser ab.

Was wir über Corona beim Hund wissen

Was wir derzeit wissen ist tatsächlich nicht viel. Das Coronavirus ist noch sehr neu, unerforscht und es gibt weder Impfstoff noch Medikamente dagegen. Ob Corona beim Hund also wirklich nicht vorkommt, weiß niemand mit Sicherheit, es scheint nur höchst unwahrscheinlich zu sein.

Corona ist demnach überall. Corona ist auf dem Hundeplatz, Corona ist beim Hundefriseur, Corona ist beim Tierarzt, auf dem Spaziergang und in der Hundebetreuung. Daran wird niemand so schnell etwas ändern können und wir alle helfen nur dabei die Pandemie zu verlangsamen, soweit es eben irgendwie möglich ist.

Auf dieser Seite haben wir euch den aktuellen Wissensstand nach bestem Wissen und Gewissen erläutert. Viele neue Informationen werden hinzukommen und wenn möglich, werden wir diese Themenseite immer wieder entsprechend überarbeiten, korrigieren, ergänzen, auf den neusten Stand bringen, wann immer es weiteres Erkenntnisse zum Coronavirus beim Hund gibt.

Nach dem aktuellen Stand scheint es so, als wäre Corona beim Hund allerdings nichts, worüber wir uns ernsthaft sorgen machen müssten. Das kann sich natürlich noch ändern, je mehr Studien, Untersuchungen und Forschungen abgeschlossen wurden. Aktuell ist aber nicht davon auszugehen, dass Corona bei Hunden überhaupt eine Rolle spielt.

Vielmehr scheint der Hund im Falle des Coronavirus so etwas wie eine Türklinke zu sein. Er wird also von einem mit Corona infizierten Menschen gestreichelt, der Halter streichelt ihn ebenfalls und so könnte es, durch das Fell oder die Oberfläche, zu einer Übertragung kommen. Genau wie das bei einer Türklinke möglich wäre, wenn ein mit Corona infizierter diese anfasst.

Wie lange das Coronavirus auf Oberflächen überlebt, ist aber auch noch nicht ganz klar, die Gefahr ist also nur theoretisch, nicht unbedingt klar belegt. Vermieden werden sollte in jedem Fall, das Fremde den Hund streicheln. Hygiene ist in Zeiten von Corona wichtig und die derzeit beste Maßnahme gegen das Virus.